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Gutachten f. Minator 5,5 x 13


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Verfasst am: 13. 10. 2017 [19:48]
Wolfgang
(Monschau)
Themenersteller
Dabei seit: 11.07.2016
Beiträge: 68
Hallo Spridget-Gemeinde,
ich war heute mit meiner Kleinen beim TÜV und wollte 2 Jahre verlängern.
Leider hat es nicht geklappt. Unter anderem sollten die seit Anfang des Jahres montierten Minator Minilite-Felgen eingetragen werden.
Ohne "Teilegutachten" leider nicht ohne Weiteres machbar, dazu fand der Prüfer die dezente Tieferlegung mit den Buchsen vorne und den größeren Distanzblöcken hinten auch nicht so toll.
Wir haben es dann bei einer "Beratung" belassen, was ich wiederum sehr kulant fand.
Nun also meine Frage, ob es irgendwo eventuell doch ein Teilgutachten zu den Felgen gibt?
Die hier im Downloadbereich eingestellten englischen Festigkeitsgutachten haben den Prüfer nicht überzeugt.
Ich möchte natürlich, wenn möglich, eine Odyssee von einem TÜV zum anderen, um einen eintragungswilligen Prüfer zu finden, vermeiden.

Ich habe übrigens die Felgen in 5,5 J 13 mit Reifen der Größe 165/70/13 bestückt.

Im unerschütterlichen Vertrauen auf dieses Forum grüßt

Wolfgang

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Verfasst am: 13. 10. 2017 [21:31]
Roland
(Holzgerlingen)
Dabei seit: 05.02.2010
Beiträge: 3476
Hallo Wolfgang,

Minator Felgen sind ein endloses Thema, nicht nur hier im Spridgets Forum. Es gibt einfach zu viele
Kopien und Versionen. Es wird Dir nichts anderes übrig zu bleiben als einen TÜV Prüfer zu finden welcher
sie Dir einträgt. Manche der Felgen haben eine Tragfähigkeit in Kg eingegossen. Das kann helfen.
Das englische Festigkeitsgutachten ist für deutsche Verhältnisse nicht das Papier wert auf das es gedruckt wird.
Woher hast Du die Felgen gekauft? Hast Du mit dem Verkäufer schon gesprochen?

Gruss
Roland

http://www.youtube.com/watch?v=eMJHij-HlfM

http://www.youtube.com/watch?v=8Sz4MIW7oZY
hehe, da ballert mein Sprite über die Startbahn in Rothenburg offen mit 169Km/h und mein Beifahrer ruft: Brems....brems...
http://www.swiss-marathon-rallye.ch/SMR%202010/smr10_klein_0063.JPG
Verfasst am: 13. 10. 2017 [21:32]
vauteh
(Ense)
Dabei seit: 05.06.2011
Beiträge: 918
Moin Wolfgang,

soweit mir bekannt, gibt es da einfach nix - habe die originalen Minatoren in 5x13 ET 20 in der Bucht geschossen und später mit 155/80ern eintragen lassen. Weiteres gerne Telefonisch oder per PM.

Unter diesem Fred wurde das Thema hier im Forum auch besprochen:
http://www.spridgets.net/index.php?id=11&tx_mmforum_pi1[action]=list_post&tx_mmforum_pi1[tid]=1720&tx_mmforum_pi1[page]=5

Ausserdem auch später noch einmal diskutiert: http://www.spridgets.net/index.php?id=11&tx_mmforum_pi1[action]=list_post&tx_mmforum_pi1[tid]=4034

LG, Volker T.

MG Midget 1500: Hubraum statt Spoiler!
Verfasst am: 13. 10. 2017 [22:16]
Roland
(Holzgerlingen)
Dabei seit: 05.02.2010
Beiträge: 3476
Wolfgang schrieb:

....... dazu fand der Prüfer die dezente Tieferlegung mit den Buchsen vorne und den größeren Distanzblöcken hinten auch nicht so toll.

Wolfgang


Hallo Wolfgang,

auch da hat der gute Mann recht. Vor allem die Distanzblöcke hinten sind wirklich nicht für ein sicheres Fahrverhalten zuträglich. Vorne ist es, "naja". Lass einfach Deine Blattfedern um 3-4 cm stauchen ebenso
vorne. Für einen Fachbetrieb gar kein Problem. Oder Du besorgst Dir für vorne einfach entsprechend kürzere.
Zurück zu den Felgen. Es gibt beim TÜV-Süd ein Gutachten für die originalen Minilite Felgen in der Größe
5x13, ET20. Frage Ihn, ob er das auch für Deine akzeptieren würde wenn Du mit dem originalen Gutachten kommst. Manch einer macht das. Diese Art Gutachten sind immer entweder auf eine Firma oder Person ausgestellt und wurden früher zu jedem Satz Felgen beigelegt. Sofern man die Felgen bei dem Inhaber vom Gutachten gekauft hat. So ein Gutachten kostet ja auch eine Stange Geld und wird nur mit einem Stempel, also Beglaubigung vom Inhaber, dass es auch dem Originalgutachten entspricht, akzeptiert. Falls Dein TÜVler das 5,0er Gutachten als Arbeitsgrundlage hernehmen würde, was kein Problem sein könnte solange es sich auch um echte Minilite und keine Chinakopien handelt. Es bleibt spannend.

Gruss
Roland

[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 13.10.2017 um 22:24.]

http://www.youtube.com/watch?v=eMJHij-HlfM

http://www.youtube.com/watch?v=8Sz4MIW7oZY
hehe, da ballert mein Sprite über die Startbahn in Rothenburg offen mit 169Km/h und mein Beifahrer ruft: Brems....brems...
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Verfasst am: 14. 10. 2017 [00:35]
nortonjan
(Grand-Saconnex GE)
Dabei seit: 14.10.2010
Beiträge: 507
Roland schrieb:

Vor allem die Distanzblöcke hinten sind wirklich nicht für ein sicheres Fahrverhalten zuträglich. Vorne ist es, "naja".


Roland, was ist denn daran unsicher? Versteh einfach die Kritik nicht.

Ok, hinten wirken bei Kurvenfahrt wohl Hebelkräfte auf die U-Bügel, weil diese ja länger sind. Ich bin mir aber ziemlich sicher, dass bei normaler Verwendung diese Bügel gut halten. Ein Panhard-Stab hilft bei sportlicher Fahrt sicher - und ja, es muss natürlich richtig montiert sein - aber das ist mit allem so.

Aber die Kritik an der vorderen Tieferlegung muss man mir nun mal genau erklären. Da kommen doch unter den unteren Federteller 4 dicke Unterlagscheiben, die NULL belastet werden (ausser auf die Druckkraft der Schrauben, die wiederum durch den Druck der Feder minimiert wird. Die dyadischen Kräfte wirken ausschliesslich auf die Schrauben (in Form von Zugkraft), die den Federteller von unten an den Querlenker halten. Diese Schrauben sind faktisch sogar weniger belastet, da sie im Ruhezustand unter geringerem Zug stehen, da die Feder durch die Unterlagscheiben ja weniger zusammengepresst wird. Also: was ist daran genau "naja"? (jede Veränderung an der Federrate ist um Welten "schlechter" für die Belastung der Struktur des Wagens).

Jan



Das Leben ist zu kurz, um langweilige Autos zu fahren.
Verfasst am: 14. 10. 2017 [01:17]
Roland
(Holzgerlingen)
Dabei seit: 05.02.2010
Beiträge: 3476
Jan,

vorne ist im Prinzip nicht viel dagegen zu sagen. Ist halt nicht originol. Naja, es zieht halt einfach das Auge
vom Prüfer auf sich. Quasi ein "aha-Erlebnis" für den und dann schaut der sich einfach mal das Auto genauer an. Hinten wirken sich die Brems und Beschleunigungs Momente mit den Tieferlegungsblöcken deutlch stärker auf die Blattfedern aus als ohne.
Die Blattfedern verbiegen sich schon stark genug S-Förmig beim anfahren und bremsen. Je höher sich die
Achse über der Blattfeder befindet, um so stärker wird die Belastung auf die Blattfedern. Das Resultat ist, sie bricht.
Ausserdem wandert das Rad mitsamt der Achse beim beschleunigen und bremsen vor und zurück. Also das Ganze Drehmoment wird umso mehr verstärkt ums größer der Abstand der Achse zur Feder wird. .

Es ist sicherlich nicht sonderlich zuträglich für das Fahrverhalten zB in einer Kurve wenn Du die anbremst und kurz danach wieder rausbeschleunigst und die Hinterachse führt ein heftiges Eigenleben. Zumal es wirklich sehr leicht ist einen Sprite hinten auf eine passende Höhe zu bekommen. In der Praxis sieht es doch so aus, dass die Federn sich von ganz alleine hinten setzen. Vor allem beim Rechtslenker. Ich muss zB alle paar Jahre die rechten Blattfedern hinten ausbauen und wieder etwas mehr Spannung geben damit das Auto wieder einigermaßen grad auf der Strasse steht.
Jan, es sind nicht die längeren U-Bügel, es ist der daraus entstehende längere Hebelarm der die Kräfte und damit die Belastung auf die Blattfedern erhöht. Die haben auch schon so genug zum aushalten.


Gruss
Roland

[Dieser Beitrag wurde 2mal bearbeitet, zuletzt am 14.10.2017 um 01:29.]

http://www.youtube.com/watch?v=eMJHij-HlfM

http://www.youtube.com/watch?v=8Sz4MIW7oZY
hehe, da ballert mein Sprite über die Startbahn in Rothenburg offen mit 169Km/h und mein Beifahrer ruft: Brems....brems...
http://www.swiss-marathon-rallye.ch/SMR%202010/smr10_klein_0063.JPG
Verfasst am: 14. 10. 2017 [18:57]
JuanLopez
(Karlsbad)
Dabei seit: 16.05.2016
Beiträge: 252
Hallo Roland,

Sehr gut und anschaulich erklärt. Vor allen Dingen das Verbiegen zur S-Form. Hatte ich ganz vergessen, dass das die Federn machen. Aber du hast recht, genau das passiert. Und die S-Form lässt dann ein Verschieben der Achse zu. Was eine elliptische Form nicht zulässt.

Gruß aus dem Nordschwarzwald
Juan
MG Midget 1500 Bj. 1979
Simca V8 Vedette Bj. 1957
Verfasst am: 14. 10. 2017 [19:20]
jagdoc
(Unna)
Dabei seit: 05.02.2010
Beiträge: 1238
Hallo Wolfgang,
ich hatte die Minator-Felgen schon eingetragen, wollte nur eine andere Reifengrösse eintragen lassen. Da wollte mir der TÜV die Minatorfelgen wieder austragen. Der TÜV-Ingenieur gilt nix mehr, er wird kontrolliert von hirntoten Beamten in D-dorf oder wo immer. Das ist das wahre Problem. Es gibt aber immer noch Kontrolleure die nicht so streng sind. GTÜ ist eine mögliche Alternative.

Bastlergrüsse

Ulrich

 
Sprite MK I ' 60,
Jaguar X-Type Estate
TVR Chimaera 400
Verfasst am: 14. 10. 2017 [22:49]
Wolfgang
(Monschau)
Themenersteller
Dabei seit: 11.07.2016
Beiträge: 68
Sorry, dass ich mich erst jetzt wieder melde, war bis heute Abend unterwegs.
Da die Saison für mich am 31.10. erstmal zu Ende ist, werde ich das Thema TÜV auf das nächste Jahr verschieben.
Habe jetzt auch einen Tip für einen kompetenten Prüfer beim TÜV Aachen erhalten. Ich hoffe, dass es dann klappt, sonst müssen halt die Orignal-Felgen wieder drauf.
Den Unterboden wollte ich eh im Winter machen, so dass die Tieferlegung dann nicht mehr so ins Auge springt wie momentan.
Die Hoffnung stirbt zuletzt.
Allen erstmal ein schönes Wochenende.

Wolfgang

<html />
Verfasst am: 15. 10. 2017 [01:12]
nortonjan
(Grand-Saconnex GE)
Dabei seit: 14.10.2010
Beiträge: 507
Roland schrieb:


Jan, es sind nicht die längeren U-Bügel, es ist der daraus entstehende längere Hebelarm der die Kräfte und damit die Belastung auf die Blattfedern erhöht. Die haben auch schon so genug zum aushalten.



Roland, alles klar und danke, ich verstehe, wie Du den Zusammenhang machst. Mich verwundert halt, dass sich bei unseren Leistungen die Blattfeder verdreht, ich kenne das Phänomen nur von 8-Liter-Monster-Drehmoment-US-Guss-Klumpen. Und so erklären sich auch die im Tuning Markt erhältlichen Torsion Bars!

Korrekt, ich war ungenau, die längeren U-Bügel als solche sind natürlich nicht für die höhere Belastung verantwortlich, aber sie übertragen Drehbewegung auf die Blattfedern und müssen die Trägheit des Fahrzeuges erdulden.

Ganz genau gesagt sind es eigentlich die 8 Muttern an den Bügeln, die fast die gesamte entstehende Rotationsenergie der Achse + das halbe Fahrzeuggewicht abfangen müssen.....Für das, was die leisten, sind sie eigentlich noch klein, die armen kleinen Scheisserchen....icon_razz.gif

Das Leben ist zu kurz, um langweilige Autos zu fahren.