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Thema mit vielen Antworten

1275er Tuning


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Verfasst am: 01. 11. 2016 [21:23]
Roland
(Holzgerlingen)
Dabei seit: 05.02.2010
Beiträge: 3506
nortonjan schrieb:

tja, aber dann bist ja auch DU beim sogenannten Schmiedekolben angekommen....icon_lol.gif



Hallo Jan,

aber klar. Aaaaber...fürn Rennmotor. Im Straßenmotor fahre ich AE 21253. Momentan baue ich mir fürn
Vorkriegsrenner einen Motor mit EN40 Kurbelwelle, aus dem vollen gedreht, gefrästen Stahlpleuels, einem Marshall Cabin blower aus einer de Havilland DH100 Vampire, desshalb hier Schmiedekolben. Je nach Ladedruck lassen sich so aus den 1500ccm relativ standfest bis zu 180PS generieren. Mit Methanol deutlich über 200. Damit lassen sich 700Kg flott bewegen. icon_razz.gif
Im Formel Junior Motor fahren wir seit ca 20Jahren Schmiedekolben, Stück für 400€, aber seither hält das
bis über 8500upm. Ist ein auf 1090ccm aufgebohrter Froschmotor, 300 Grad Nockenwelle, 37/32 mm Ventile,
Stahlkurbelwelle, welche leider im August am Nürburgring nach 34 Jahren gebrochen ist. Weil der hintere
Kurbelwellenlagerbock zerbröselt ist. Nichts ist für die Ewigkeit.

Gruss
Roland

http://www.youtube.com/watch?v=eMJHij-HlfM

http://www.youtube.com/watch?v=8Sz4MIW7oZY
hehe, da ballert mein Sprite über die Startbahn in Rothenburg offen mit 169Km/h und mein Beifahrer ruft: Brems....brems...
http://www.swiss-marathon-rallye.ch/SMR%202010/smr10_klein_0063.JPG
Verfasst am: 07. 11. 2016 [07:08]
nortonjan
(Grand-Saconnex GE)
Themenersteller
Dabei seit: 14.10.2010
Beiträge: 527
Auspuff Krümmer - Lambdasonde


Hab mich entschlossen, den Auspuff noch etwas "anzupassen" - eine Maniflow Mild Steel Anlage soll es werden, Rohrdurchmesser 1 7/8 Zoll oder ca. 4.76cm (nicht zu viel, aber genug.... icon_smile.gif)
Diese wird per Kurier versendet, dazu ist das lange Rohr zweigeteilt (+ 1 Schalldämpfer = 3 Teile).

Ich habe dazu auch den passenden Krümmer (1 7/8", LM031SII) besorgt, ebenfalls in normalem Stahl und ebenfalls von Maniflow. Zuerst schnell das ausgepunktete Maniflow-Schildchen entfernt und vom Freundlichen einen Anschluss für die Lambda-Sonde reinschweissen, heute geht er nun zur Keramik-Beschichtung.

Anschluss für die Lambda-Sonde: damit die Werte, die dann bei der Vergasereinstellung helfen, möglichst gut sind, muss die Sonde möglichst nahe am Motor sein, also direkt nach der Zusammenführung der Krümmerrohre.

Gruss, Jan

[Dieser Beitrag wurde 2mal bearbeitet, zuletzt am 07.11.2016 um 07:13.]

Das Leben ist zu kurz, um langweilige Autos zu fahren.
Dateianhang

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Verfasst am: 07. 11. 2016 [09:09]
thomas_1802
(Leinfelden-Echterdingen)
Dabei seit: 08.11.2010
Beiträge: 1615
Hallo Jan,
ich habe auch eine Lambdasonde verbaut, aber ich habe die Messstelle ca. 10cm hinter der Zusammenführung gesetzt. Ich denke, dass die beiden Abgase eine gewisse Strecke brauchen, damit sie durchmischt sind.

Grüße ... Thomas
Verfasst am: 07. 11. 2016 [12:40]
nortonjan
(Grand-Saconnex GE)
Themenersteller
Dabei seit: 14.10.2010
Beiträge: 527
Nun, ich mach hier mal eine Überlegung, von der ich nicht weiss, ob sie stimmt (Kommentare also erwünscht):

Das mittlere Rohr führt die Abgase der Zylinder 2 und 3 nach draussen, die beiden äusseren Rohre jene der Zylinder 1 und 4.

Aber: Vergaser A füttert Zylinder 1 und 2, Vergaser B füttert Zylinder 3 und 4.

Und: Meines Wissens ist die Zündreihenfolge 1-3-4-2.

Ergo:
1. Ausstoss: Vergaser A - Zylinder 1 - dünnes Rohr
2. Ausstoss: Vergaser B - Zylinder 3 - dickes Rohr
3. Ausstoss: Vergaser B - Zylinder 4 - dünnes Rohr
4. Ausstoss: Vergaser A - Zylinder 2 - dickes Rohr

Fazit: Wir haben immer nach zwei Ausstosstakten sowohl Abgase von Vergaser A und B an der Lamdasonde.
Die Sonde ist so positioniert, dass sie beide Abgase gleichwertig messen kann. Müsste eigentlich passen.




Das Leben ist zu kurz, um langweilige Autos zu fahren.
Verfasst am: 07. 11. 2016 [15:59]
Roland
(Holzgerlingen)
Dabei seit: 05.02.2010
Beiträge: 3506
Hallo Jan,

ich habe meine Sonde auch etwas weiter zurück gesetzt. Eben wegen der Durchmischung. Das Problem der Lambda Sonden ist, die brauchen um die ich glaube 700 Grad Arbeitstemperatur. Die Breitband Sonden haben aber
zusätzlich eine Heizung eingebaut. Bei meinem System sieht man auch wann zugeheizt wird. Bei modernen Motoren sind ja bis zu drei Sonden verbaut, vorm ersten Kat, danach, und nochmals weiter hinten.
Meine Abgastemperatur am Auspuffende sind ca 73-74 Grad, und auch dort lässt sich noch vernünftig messen.
Ich würde den Anschluss weiter zurücklegen.

Gruss
Roland

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Verfasst am: 07. 11. 2016 [18:29]
DieterB
(Wedemark)
Dabei seit: 20.09.2012
Beiträge: 558
Moin,

aus meiner Sicht kann es reichen, die Sonde in das mittlere Rohr zu setzten, das ja schließlich das Ergebnis beider Vergaser repräsentiert.

Grüße
Dieter
der seine Lambda-Sonde (allerdings eine beheizte) ganz am Ende vorübergehend einhängt (bei Einstellungfahrten) - allerdings ist da auch nur ein Vergaser im Spiel. Grüße von meinem 45er Weber (Midget) und dem HIF44 (Mini)

[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 07.11.2016 um 18:34.]

MG Midget MK III, Bj. 1972, Ashley Hardtop
MGB GT V8, Bj. 1975, Mini Van, 1982
Lotus Elan +2S Bj. 1969 (im Aufbau)

Ideen sind nicht gefährlich, solange sie keinen Nährboden finden in einer Erde, die tiefer ist als der Geist.
(John Steinbeck)
Verfasst am: 09. 12. 2016 [11:02]
nortonjan
(Grand-Saconnex GE)
Themenersteller
Dabei seit: 14.10.2010
Beiträge: 527
Manchmal ist es wirklich zum Verzweifeln mit den Engländern, ehrlich.

Ich habe für meinen neuen Kühler auch ein Set neue Schläuche gekauft, in Silikon, von Moss GB. Sehen nicht schlecht aus, Qualität scheint zu stimmen.

AAABER: Es gibt ein Kupferrohr, dass Kühlwasser zur Heizung bringt. Vorne kommt dieses Rohr senkrecht in eine Abzweigung eines dicken Kühlerschlauches. Schön soweit, nur dass diese Abzweigung fürs Kupferrohr zu gross dimensioniert ist!!! Ich beiss mir jetzt dann in den Fuss: WIESO - WIESO können die das nicht einfach richtig machen, also so wie beim Standart-Kühlerschlauch auch?
Da für mich keine Flickereien mehr in Frage kommen, gibt's nur eines: dickeres Kupferrohr, was dann aber hinten an der Heizung wieder eine Anpassung brauchte.......
Herrgott nochmal ist das manchmal mühsam mit den Engländern, ehrlich.banghead.gifbanghead.gif


Okok, ich weiss, solche Kleinigkeiten dürfen einem NiCHT NICHT NICHT aufregen (tun'se aber doch, so ein bisschen... icon_lol.gif


Also denn:
Motor wurde wieder eingesetzt und hat seine ersten 20 - 30 Minuten gelaufen, wie das beim Einlaufen einer neuen Nockenwelle vorgeschrieben ist. Ich habe Einlauföl verwendet, dass ich dann so bei 400-500km wieder rausnehme (mit Filtertausch, natürlich).

Nun, soweit so schlecht: ich habe bei der Revision des Motors einen dieser famosen Umrüstkits für die Abdichtung der Kurbelwelle einbauen lassen - nur dummerweise wurde es nicht richtig gemacht.

Resultat: Oel lief nach 10 Min. voll die Kanne raus, soviel, dass der Motor NOCHMALS rausmusste (es nimmt kein Ende......).

Ich verwende die Lösung von M.E.D. engineering:
www.med-engineering.co.uk/products/engine-assembly/gaskets-kits/med-inline-rear-main-seal-kit

Nach dem Telefonat war klar: es ist ZWINGEND nötig, dass die beiden Alu-Teile dort, wo sie sich berühren, OHNE jegliche Luft verbaut werden - war bei mir nicht so, der Motorenbauer hat auf die Kontaktflächen ganz wenig Dichtmasse aufgebracht. Es darf aber keine Fühlerlehre reinpassen, nicht mal 0.05mm.

Immerhin hat die MED-Lösung den Vorteil, dass die Gummilippe nur an einer Seite aufgeschnitten ist. Sie wird so montiert, dass die Kontaktfläche der beiden Ringhälften auf 12 Uhr zu stehen kommt. Wäre die Dichtung zweiteilig (wie oft bei amerikanischen Motoren), müsste sie waagrecht eingaut werden und hätte die Kontaktflächen auf 9 und 3 Uhr, was die Dichtigkeit wieder verringern würde.

Und noch was zu dieser Dichtung: Der Motorenbauer wollte zuerst den speziellen Schliff, der auf der Kurbelwelle auf Höhe Gehäuseausgang aufgebracht ist, runterschleifen und polieren. Auf keine Fall tun, lautete die Antwort von MED. Der Dichtring ist KEIN Simmering, er braucht die schneckenförmigen Schliff, der das Oel zusätzlich ins Kurbelgehäuse zurückdrängt, und der Ring nimmt dabei keinen Schaden (sagen sie.....). Mal schauen.....


nächste Stufe: Dichtung ausbauen, reinigen, richtig montieren. Schwungscheibe und Kupplung wieder rauf, dann Getriebe anflanschen, das ganze wieder ins Chassis stopfen, alles anschliessen und hoffen, der nächste Run wird halbwegs ölfrei laufen!


Es braucht Schnauf, die ganze Sache...... uff.....

Das Leben ist zu kurz, um langweilige Autos zu fahren.
Verfasst am: 09. 12. 2016 [22:19]
Holger
(Lengerich)
Dabei seit: 24.06.2010
Beiträge: 533
Hallo,
das Einlauföl hatte ich damals auch drin, der Motor ölte aus allen Ritzen nach dem 20W50 drin war wurde es besser, innerhalb von 12 Monaten war der Motor VIER mal raus bis er dicht war !
Den Simmering für die Kurbelwelle war beim ersten mal auch nicht dicht, das Hylomar, welches dabei war taugte nichts, mit Bostik (Hochtemperatursilikon) war die Kupplungsseite dicht.
Die Ölwanne habe ich ebenfalls damit abgedichtet.

Als Tipp gegen Undichtigkeit würde ich an deiner stelle die Kurbelgehäusebelüftung NICHT an den Vergaser anschließen, sondern in einem belüfteten Behälter sammeln, wenn du eine höhere Verdichtung hast (meiner hat 10,5 zu 1) pfeifen zu viel Abgase neben den Kolbenringen her und drücken das Öl aus allen Ritzen,da hilft auch keine Ölrüchlaufnut
Kontrolliere auch den Peilstab, bei meinem Motor war der falsche drin, zu hoher Ölstand und somit auch Undichtigkeit!
An der Stelle wo normalerweise die Benzinpumpe sitzt, ist bei meinem Motor noch eine zusätzliche Kurbelgehäusebelüftung, die habe ich noch nachgerüstet.

Dann noch viel Erfolg beim abdichten.
Holger Hermann


[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 09.12.2016 um 22:21.]
Verfasst am: 10. 12. 2016 [16:22]
Roland
(Holzgerlingen)
Dabei seit: 05.02.2010
Beiträge: 3506
nortonjan schrieb:

..........Und noch was zu dieser Dichtung: Der Motorenbauer wollte zuerst den speziellen Schliff, der auf der Kurbelwelle auf Höhe Gehäuseausgang aufgebracht ist, runterschleifen und polieren. Auf keine Fall tun, lautete die Antwort von MED. Der Dichtring ist KEIN Simmering, er braucht die schneckenförmigen Schliff, der das Oel zusätzlich ins Kurbelgehäuse zurückdrängt, und der Ring nimmt dabei keinen Schaden (sagen sie.....). Mal schauen.....



Hm, hallo Jan,

ich weiss nicht ob Dein Motorenbauer nicht recht hatte, in der Anleitung lese ich dieses:

Because both areas the seal lip will be running on are not generally precision machined/ground, some attention to smoothing these areas as much as is feasible will help seal longevity.

Das würde ich so interpretieren, dass schön glatt eigentlich helfen würde.

Machmal braucht es wirklich einen langen Atem. Aber, man(n) wächst mit der Aufgabe. Aber manchmal lebt es sich mit etwas Toleranz viel leichter. Was mich wundert, eigentlich geht es relativ gut auch ohne Dichtring.

Gruss
Roland




http://www.youtube.com/watch?v=eMJHij-HlfM

http://www.youtube.com/watch?v=8Sz4MIW7oZY
hehe, da ballert mein Sprite über die Startbahn in Rothenburg offen mit 169Km/h und mein Beifahrer ruft: Brems....brems...
http://www.swiss-marathon-rallye.ch/SMR%202010/smr10_klein_0063.JPG
Verfasst am: 11. 12. 2016 [17:49]
nortonjan
(Grand-Saconnex GE)
Themenersteller
Dabei seit: 14.10.2010
Beiträge: 527
Roland

Ich habe diese Frage explizit gestellt und am Telefon die Antwort wie beschrieben erhalten - wir werden es sehen.....icon_eek.gif

Das Leben ist zu kurz, um langweilige Autos zu fahren.