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Stehbolzen Kipphebelwelle abgebrochen


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Verfasst am: 04. 06. 2017 [15:35]
greensprite
(Hannover)
Themenersteller
Dabei seit: 24.05.2013
Beiträge: 31
Hallo,
jetzt ist es passiert, mir ist ein Stehbolzen der Kipphebelwelle abgebrochen. Ich hatte mir bei L***** neue bestellt , die Gewinde der alten sahen nicht mehr gut aus. Habe dann silberne Bolzen (Bestellnummer 12857) bekommen, und die haben beim erstmaligen Einbau nicht mal den Nennanzugsdrehmoment von 3,4 kgm verkraftet.

Wo kauft Ihr derartige Ersatzteile, habt Ihr ähnliche Erfahrungen mit der Qualität?

Ich habe jetzt Linksausdreher geordert und werde den Stebolzen so hoffentlich raus bekommen. Oder habt Ihr einen besseren Tipp?

Verzweifelte Grüße aus Hannover,

Florian

[Dieser Beitrag wurde 2mal bearbeitet, zuletzt am 04.06.2017 um 15:37.]
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Verfasst am: 04. 06. 2017 [15:47]
peteran5l
(Bremen)
Dabei seit: 17.01.2010
Beiträge: 4482
Ich hab noch nie eine abgerissene Schraube mit einem Linksausdreher rausbekommen. Wenn der Dir abbricht, haste n echtes Problem.

Ich würd ankörnen und ausbohren, mir dann einen Gewindebohrer kaufen und nachschneiden.
Hast ja noch ein Gewinde zum messen, danach den Kernlochbohrdurchmesser bestimmen.
Erstmal aber L. kontakten, wie sowas passiert. und ob die Werkstattkosten übernehmen, wenn es ein Profi macht.

Gruß

Piet

[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 04.06.2017 um 15:49.]

The older I get the more I realize no one has any idea what they actually doing and everyone is just pretending.
Verfasst am: 04. 06. 2017 [21:13]
greensprite
(Hannover)
Themenersteller
Dabei seit: 24.05.2013
Beiträge: 31
Moin Piet,

ich versuche es ganz vorsichtig mit dem Linksausdreher, ich hoffe es geht. Mit nicht mal 3,4 kgm war die ja nicht wirklich fest angezogen. Ich habe mich für BGS 8547 Linksausdreher entschieden.
Und an L. werde ich mich sowieso wenden und das klären. Auch die Ventilschaftdichtungen, die ich bestellt hatte, unterschieden sich so sehr, dass sie an der Hälfte der Ventile dicht abschlossen, die andere Hälfte der Ventile locker durch die Dichtung plumpste. Erst die Nachlieferung war OK.

Ich werde berichten....

Gruß aus Hannover,

Florian
Verfasst am: 04. 06. 2017 [23:11]
peteran5l
(Bremen)
Dabei seit: 17.01.2010
Beiträge: 4482
Das Problem bei den Ausdrehern ist, sie pressen beim Eindrehen das vorhendene Schraubenteil noch mehr auseinander.

Wir bohren in der Werkstatt immer mit Handbohrmaschine gaaaaaanz vorsichtig mit kleinem Bohrer vor, um nach dem körnen nicht aus der Mitte zu kommen und dann als nächster Schritt mit Kernlochbohrer nach. Dann Gewinde nachschneiden. Klappt immer.

Gruß Piet

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Verfasst am: 06. 06. 2017 [20:36]
greensprite
(Hannover)
Themenersteller
Dabei seit: 24.05.2013
Beiträge: 31
So, ich habe das Problem gelöst. Ich habe den Stehbolzen angekörnt und mit einem 2,5 mm Bohrer aufgebohrt, Dann habe ich vorsichtig einen Torx Bit (T10) eingeschlagen und den Stehbolzen problemlos ausgedreht.
Ich habe mich für diese reltiv dünne Bohrung entschieden, da damit die Wand des Stehbolzens nicht zu dünn und schwach wird.
Glück gehabt!

Jetzt brauche ich nur noch hinreichend feste Stehbolzen. Den abgebrochenen habe ich bei L..... reklamiert, aber noch keine Antwort erhalten. Bin gespannt...

So, nun kann ich endlich weiter machen,

Gruß aus Hannover, Florian

[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 06.06.2017 um 20:37.]
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Verfasst am: 06. 06. 2017 [22:44]
woolfman
(Wien)
Dabei seit: 30.07.2014
Beiträge: 751
Glückwunsch!

Ich hab das Ganze mit Interesse verfolgt, sollte mir das mal passieren weiss ich schonmal, wie an das Problem herangehen kann.

Find ich immer wieder unbezahlbar, was für Denkanstösse man hier bekommt!

LG aus Wien,
Wolfgang
(der hoffentlich am WE endlich seine Testfahrt machen kann...)

Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer.
Verfasst am: 06. 06. 2017 [23:14]
major_healey
(Stolberg)
Dabei seit: 01.03.2010
Beiträge: 2780
Hallo Florian,

ich habe mich nicht getraut, den Trick mit dem Torx-Bit zu nennen. Denn wenn, sollte man einen guten nehmen, wenn der dann aber abbricht, ist Hängen im Schacht.

Schön, dass es geklappt hat.

Gruß
Stolli

Austin Healey Sprite Mk IV RHD Bj. 1970

Jeden Morgen muss ich mich entscheiden:
den Sprite oder nicht den Sprite, das ist hier die Frage!
Verfasst am: 07. 06. 2017 [15:34]
greensprite
(Hannover)
Themenersteller
Dabei seit: 24.05.2013
Beiträge: 31
Moin,

der Kontakt mit L***** war heute gemischt:
- Es sei bekannt, dass es in der aktuellen Charge der Stehbolzen (Best.-Nr. 12857) ein Problem mit der Festigkeit gibt, zwei Abrisse seinen bekannt.
- Es gibt, gelistet bei Mini Stehbolzen gleicher Größe mit höherer Festigkeit (Best.-Nr. 7125, auch noch 0,02€ billiger), die mir nun als Ersatz geschickt werden. Warum sind diese nicht beim Sprite/Midget gelistet?
- Man kam mir bei einer anderen Bestellung kulant entgegen.

Soweit die Erfahrungen...

Gruß Florian
Verfasst am: 07. 06. 2017 [17:09]
nortonjan
(Grand-Saconnex GE)
Dabei seit: 14.10.2010
Beiträge: 527
Bin nicht sicher, aber vermutlich erhält man Schrauben von ARP, die reissen allenfalls zuerst das Gewinde aus dem Guss als dass sie brechen. Kosten halt ein paar Euros, hier zu sparen kann aber ziemlich ärgerlich sein.

arp-bolts.com


Viel Glück!

Das Leben ist zu kurz, um langweilige Autos zu fahren.
Verfasst am: 07. 06. 2017 [22:15]
Roland
(Holzgerlingen)
Dabei seit: 05.02.2010
Beiträge: 3506
Hallo Florian,

mit dem Torx Bit, das hast gut gemacht. Das funktioniert sehr oft. Man muss nur tief genug reinbohren
dass man möglichst das Bit bis da wo es dicker wird reinschlagen kann. Die Bolzen brechen ja erst beim
anziehen der Mutter. Lassen sich dann auch relativ leicht ausdrehen weil es ja nicht im Gewinde klemmt.
Eine alternative sind ARP Bolzen, aber teuer. Auf der anderen Seite habe ich noch nie gehört dass die Bolzen brechen. Die vom Mini sind die gleichen, Ich behaupte mal selbst von den kleinen Motoren sind es die gleichen.
Florian, Du wirst es auch noch sehen, oftmals ist es besser, die alten originalen Teile weiter zu verwenden.
Anstatt in neue Bolzen ist es vernünftig zB in einen Satz Gewindebohrer und Schneideisen zu
investieren. Aaaber, nicht den billig Satz von Limora, sondern zB von www.Gewindebohrer.de.
Es ist guter Brauch, bevor man eine Schraube oder einen Bolzen wieder eindreht, kurz mal mit dem passenden Gewindebohrer von Hand ins Gewinde zu gehen, das gleiche gilt dann bei den Muttern.

Gruss
Roland

http://www.youtube.com/watch?v=eMJHij-HlfM

http://www.youtube.com/watch?v=8Sz4MIW7oZY
hehe, da ballert mein Sprite über die Startbahn in Rothenburg offen mit 169Km/h und mein Beifahrer ruft: Brems....brems...
http://www.swiss-marathon-rallye.ch/SMR%202010/smr10_klein_0063.JPG