Thema mit vielen Antworten

Motor stirbt bei Einkuppeln


Autor Nachricht
Verfasst am: 03. 07. 2017 [23:44]
woolfman
(Wien)
Themenersteller
Dabei seit: 30.07.2014
Beiträge: 727
Hi Folks,

das ist wohl nicht meine Saison :-/

Heute beim Gasgeben an der Kreuzung machts "krack" und der Motor geht aus. Als ich dann bei Grün wieder versucht hab, den 1. einzukuppeln stirbt der Motor ab in dem Moment, als ich das Pedal loslasse.

Das Auto lässt sich schieben (vor- und rückwärts), auch wenn ein Gang eingelegt ist, egal welcher Gang (auch der Rückwärtsgang), und zwar ohne jeden Widerstand.

Wenn ich mit eingelegtem Gang versuche am Prop shaft (wie war das deutsche Wort?) zu drehen, geht das nicht. Wenn ich keinen Gang eingelegt habe, dann lässt sich der prop shaft drehen, stösst aber etwa nach 1-1 1/2 Umdrehungen auf Widerstand....dasselbe gilt auch in der anderen Richtung.

Hats das Diff und/oder die Halbachsen erwischt? Vermute ich richtig, oder liegts eventuell am Getriebe (Gott bewahre...).

Dankbar für jeden Hinweis

ist Wolfgang



Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer.
Verfasst am: 04. 07. 2017 [09:29]
JuanLopez
(Karlsbad)
Dabei seit: 16.05.2016
Beiträge: 252
Hallo Wolfgang,

Wenn ich dich richtig verstehe:
Gang eingelegt du kannst dein Auto schieben
Gang eingelegt du kannst die Kardanwelle nicht drehen
Gang nicht eingelegt du kannst die Kardanwelle drehen

Das hört sich nach den Halbachsen an.
Wenn du eine neue brauchst, es gibt zwei Ausführungen. ich weiß aber nicht mehr wie zu erkennen. War aber hier schon einmal Thema.

Gruß aus dem Nordschwarzwald
Juan
MG Midget 1500 Bj. 1979
Simca V8 Vedette Bj. 1957
Verfasst am: 04. 07. 2017 [12:09]
major_healey
(Stolberg)
Dabei seit: 01.03.2010
Beiträge: 2719

http://www.spridgets.net/index.php?id=11&tx_mmforum_pi1[action]=list_post&tx_mmforum_pi1[tid]=5793

Gruß
Stolli

Austin Healey Sprite Mk IV RHD Bj. 1970

Jeden Morgen muss ich mich entscheiden:
den Sprite oder nicht den Sprite, das ist hier die Frage!
Verfasst am: 04. 07. 2017 [14:12]
Roland
(Holzgerlingen)
Dabei seit: 05.02.2010
Beiträge: 3476
Wolfgang,

bocke mal das Auto auf, so dass beide Räder in der Luft sind. Dann Gang rein, und auf einer Seite das Rad
drehen. Dann müsste sich das andere Rad drehen aber nicht die Kardanwelle. Ich glaube sogar in die umgekehrte Richtung. Versuchst Du an beiden Rädern mit 2 Personen gleichzeitig in die gleiche Richtung zu drehen, darf das nicht gehen, weil das Diff dann versucht die Kardanwelle zu drehen, das geht ja nicht, weil ein Gang drinn ist.
Wenn es eine Antriebswelle ist, ist diejenige Seite ab welche beim drehen die Kardanwelle nicht antreibt Also sich leicht durchdrehen lässt. Ich glaub aber nicht, dass es die Antriebswelle ist.
Dass der Motor abstirbt wenn Du anfahren willst, deutet eher auf eine Blockierung im Getriebe, Bei einer abgerissenen Antriebswelle kannst Du schalten und kuppeln wie gewohnt, es geht halt nur nicht vorwärts.
Genauso als ob zB ein Rad aufgebockt ist und durchdreht.
Es gibt drei oder vier verschiedene Antriebswellen. Fürn Hausgebrauch taugen diejenigen vom 1275ger.
Die erkennt man an der Markierung EN19, Teilenummer habe ich jetzt nicht im Kopf. Einfacher und billiger ist es bei Speichenrädern.

Gruss und ich drücke Dir die Daumen, dass es nicht im Getriebe ist, obwohl ich eher da drauf tippe.

Roland

http://www.youtube.com/watch?v=eMJHij-HlfM

http://www.youtube.com/watch?v=8Sz4MIW7oZY
hehe, da ballert mein Sprite über die Startbahn in Rothenburg offen mit 169Km/h und mein Beifahrer ruft: Brems....brems...
http://www.swiss-marathon-rallye.ch/SMR%202010/smr10_klein_0063.JPG
Verfasst am: 04. 07. 2017 [15:13]
woolfman
(Wien)
Themenersteller
Dabei seit: 30.07.2014
Beiträge: 727
Hallo an Alle,

danke für eure Infos. Wirklich überprüfen kann ich das Ganze erst, sobald ich das andere Differential fertig habe (Zufall?). Da das Auto in einer normalen Garage steht, kann ich da nur nachts arbeiten ohne aufzufallen.

Getriebeseitig: Wie kann ich das testen? Müsste sich die Kardanwelle bei eingelegtem Gang und getretener Kupplung (dh keine Verbindung zum Motor) nicht von Hand drehen lassen? Auf diese Art müsste ich das Getriebe doch testen können?

LG,
Wolfgang

Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer.
Verfasst am: 04. 07. 2017 [19:28]
peteran5l
(Bremen)
Dabei seit: 17.01.2010
Beiträge: 4440
Wenns die Antriebswellen sind, kannste mit eingelegtem Gang den Motor hochdrehen, es bewegt das Fahrzeug aber nicht, es stirbt auch nix ab.

Ich tip auf Getriebe

Gruß

Piet

The older I get the more I realize no one has any idea what they actually doing and everyone is just pretending.
Verfasst am: 04. 07. 2017 [23:38]
Roland
(Holzgerlingen)
Dabei seit: 05.02.2010
Beiträge: 3476
Roland schrieb:

Wolfgang,

Wenn es eine Antriebswelle ist, ist diejenige Seite ab welche beim drehen die Kardanwelle nicht antreibt

Roland


Wolfgang,

ich glaube da habe ich Quatsch geschrieben. Man kann so nicht feststellen welche Seite ab ist.
Eine Seite geht eben leichter, bei der anderen merkt man, dass da noch ein paar Zahnräder mit im Spiel sind.
Die Kardanwelle wird nur gedreht, wen beide Räder gleichzeitig in die gleiche Richtung gedreht werden.

Gruss
Roland


http://www.youtube.com/watch?v=eMJHij-HlfM

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Verfasst am: 05. 07. 2017 [08:48]
woolfman
(Wien)
Themenersteller
Dabei seit: 30.07.2014
Beiträge: 727
Roland schrieb:


Die Kardanwelle wird nur gedreht, wen beide Räder gleichzeitig in die gleiche Richtung gedreht werden.



Roland,

die Kardanwelle dreht nicht mit. Hab ich überprüft, als ich liegengeblieben bin. Auto vor-/rückwärtsgeschoben am Boden liegend und gesehen, dass sich da nichts dreht.

Ev. der Triebling?

EDIT: Kardanwelle dreht auf jeden Fall ohne eingelegten Gang nicht mit - mit Gang hab ich nicht versucht. Falls das irgendeinen Unterschied macht.

[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 05.07.2017 um 08:52.]

Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer.
Verfasst am: 05. 07. 2017 [15:08]
Roland
(Holzgerlingen)
Dabei seit: 05.02.2010
Beiträge: 3476
Wolfgang,

wenn sich die Kardanwelle nicht mitdreht, ist das Getriebe auf jeden Fall schon mal aussen vor.
Da Du aber eine Blockierung hast wenn du einen Gang drin drinn hast und vorwärst fahren willst.
Das lässt mich eher ans Diff denken. Interessant wäre obs im Rückwärtsgang fahren auch blockiert.

Kann man das so zusammenfassen: Wenn Du mit Motorkraft vorwärts fahren willst, dann blockiert irgendwas,
Vorwärts schieben ist möglich, aber die Kardanwelle dreht sich nicht?

Also, hinten so aufbocken, dass die Räder frei sind, dann im Leerlauf von unten mit der Hand versuchen die Kardan welle zu drehen. Wenn die blockiert, kanns im Diff blockieren oder im Abtriebsbereich vom Getriebe.
Wenn Du normal die Gänge einlegen kannst, würde ich das Diff ausbauen.
Vorher aber noch folgenden Versuch mit herausgedrehten Kerzen und mit einer Ratsche und Nuss vorne an der Kurbelwelle den Motor zu drehen dann müsste das ja bei eingelegtem ersten Gang blockieren. Danach löst
Du die Verbindung vom Kardan zum Diff. Lässt sich nur der Motor drehen, alles halb so schlimm,
dann ist es "nur" das Diff. Ich glaube nicht mehr an eine Antriebswelle.
Weil, da brauchst richtig schmackes aus dem Motor oder dauernde Kavalierstart. Und aus dem Alter sind wir doch raus, oder?

Gruss
Roland

http://www.youtube.com/watch?v=eMJHij-HlfM

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Verfasst am: 06. 07. 2017 [01:05]
nortonjan
(Grand-Saconnex GE)
Dabei seit: 14.10.2010
Beiträge: 508
Moment mal, nicht so schnell - zurück auf Ausgangspunkt, dieser muss zuerst sonnenklar sein. Erlaube mir zwei Fragen:

a) Wie weit lässt sich der Wagen schieben, wenn Du einen Gang eingelegt hast? 2m oder bloss 10cm? geradeaus?

b) Verstehe ich es richtig, dass der Motor abgewürgt wird (Du sagst: geht aus), also der Wiederstand von der Achse her zu gross ist für den Motor? Du sagst, der Motor gehe aus, wenn Du das Pedal loslässt. Könntest Du bestätigen, dass sich der Wagen während dem Einkuppeln ganz wenig (paar cm) bewegt und dann, wenn Du das Kupplungspedal ganz löst, der Motor jäh abgewürgt wird?

Überlegung:
Angenommen, irgendwas ist einseitig im Achskörper kaputt (Wellenbruch, Lagerschaden), unterbricht einseitig den Kraftschluss zum Rad und rutschte in eine ungünstige Position im Diff. Wenn man jetzt bei stehenden Rädern Kraft via Kardanwelle aufs Diff gibt, dann beginnt sich das Diff zu drehen, da ja eine Achsseite keinen Widerstand leistet. Nach 1 bis 1.5 Umdrehungen der Kardanwelle verkeilt sich nun das Irgendwas derart, dass das Diff blockiert, der Wagen wird abgewürgt. Wenn ich aber den Wagen schiebe, dann drehen beide Räder gleichzeitig, die Kraft kommt vom Rad her, das Diff dreht sich nicht - ich kann den Wagen schieben, soweit ich will, solange es geradeaus geht.

Ich hoffe, meine Überlegungen stimmen.....icon_eek.gif

Ich denke, wenn Du aufbockst und wie von Roland beschrieben testest, kriegst Du's raus.

Viel Glück!

Das Leben ist zu kurz, um langweilige Autos zu fahren.