Thema mit vielen Antworten

Schaden durch PU Buchsen


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Verfasst am: 26. 02. 2018 [21:20]
peteran5l
(Bremen)
Themenersteller
Dabei seit: 17.01.2010
Beiträge: 4476
Hallo Gemeinde,
hab ich doch grad etwas gelesen von einem MK 1 Besitzer in Übersee. Der hatte ein Bild eingestellt von einem seiner Querlenker. Der hatte sich währed der Fahrt von der Karosse gelöst, weil gebrochen an der Stelle wo die Buchsen sitzen. Er hat das auf die von Ihm verbauten PU Buchsen geschoben. Find den Beitrag nicht mehr wieder, aber die Bilder sprachen Bände.
Vielleicht mal kontrollieren, wer solche Buchsen verbaut hat. Und die Querlenker waren keine Altteile, sondern Neue.

Gruß
Piet

The older I get the more I realize no one has any idea what they actually doing and everyone is just pretending.
Verfasst am: 26. 02. 2018 [21:23]
Holger
(Lengerich)
Dabei seit: 24.06.2010
Beiträge: 525
Roland hatte dort auch schon einmal Probleme,
ich meine Risse in der Karosseriebefestigung !
Grüße Holger Hermann
Verfasst am: 27. 02. 2018 [07:58]
JuanLopez
(Karlsbad)
Dabei seit: 16.05.2016
Beiträge: 253
Ich kann mir nciht vorstellen, dass hier chemische Korrision wegen falscher Materialien vorliegt.
Ich könnte mir eher vorstellen, dass Die PU Buchsen zu hart sind und somit die Schwingungen direkt weitergeben.
Schwingung ist gleich Bewegung und muss gebremst werden. Aber wo?
ich denke hier ist das etwas weichere Gummi besser.

Gruß aus dem Nordschwarzwald
Juan
MG Midget 1500 Bj. 1979
Simca V8 Vedette Bj. 1957
Verfasst am: 27. 02. 2018 [09:05]
Heinz
(Wirges)
Dabei seit: 05.02.2010
Beiträge: 1220
....>50 Jahre alte Schweißverbindungen und ebenso alter Stahl? Permanente Schwingungen und Stöße. Das nennt man wohl Materialermüdung. Das liegt sicher nicht an den PU Buchsen.icon_eek.gif
Als Hinweis das mal zu kontrollieren allerdings wichtig.

Gruß Heinz

MG Midget 1500, Bj. 79
Austin Healey Sprite MK l, Bj. 59
Austin Healey Sprite MK l, Bj. 60 under construction
Rover P6 3500, Bj. 69
Verfasst am: 27. 02. 2018 [17:30]
peteran5l
(Bremen)
Themenersteller
Dabei seit: 17.01.2010
Beiträge: 4476
Noch mal eben Nachtrag, nichts an der Karosse war gebrochen, sondern die Hülsen zur Aufnahme der PU Buchsen an den Querlenkern waren gebrochen. genau in der Mitte.

Piet grüßt

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Verfasst am: 27. 02. 2018 [20:12]
ragnar
(Wunstorf)
Dabei seit: 09.01.2010
Beiträge: 3851
Hallo zusammen,

das ist Wasser auf meine Mühlen und doch hoffe ich dass es ne Ente ist bzw. einen anderen Grund hat!

http://mattersoftesting.blog.gov.uk/horror-story-broken-bush-carrier-on-front-suspension/

Das war bei einem Mini passiert.

Das war der Suchbegriff

Schöne Grüße

Ragnar

[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 27.02.2018 um 20:58.]

Nicht Original aber genial!
Austin Healey Sprite 1958
Motor 10CG
Getriebe 9CG
+ an Masse
Verfasst am: 27. 02. 2018 [23:09]
nortonjan
(Grand-Saconnex GE)
Dabei seit: 14.10.2010
Beiträge: 510
Nun, ich finde, man sollte mit solchen Berichten immer ein bisschen vorsichtig sein (ja, ich weiss, aber wir Schweizer sind halt so).

PU - Polyurethan ist ein extrem dehnbarer Begriff, da je nach Zusammensetzung Duroplaste (nicht verformbar / hart), Thermoplaste (unter Wärmeeinwirkung verformbar / halbhart) und Elastomere ("Gummi") entstehen. Aus PU sind Dinge gemacht wie Küchenschwämme und Sitzpolster, Autoarmaturenbretter und Fussbälle, Wärmeisolation, Gleitflächen von Skiern, aber auch gegossene Fussböden und m.W. Billard- und Bowling-Kugeln.

Und ja, eben auch Fahrwerksgummis in den verschiedensten Härten. Die Härte eines Elastomers ("Gummis") wird in Shore angegeben. Ein normaler Fahrwerks- oder auch Motoraufhängungs-Gummi hat etwa 60/70 Shore. Die PU-Buchse für den Strassenverkehr hat dieselbe Härte, vielleicht mal 80 Shore.

Daneben gibt es das Polyamid. Nylon (Schnüre / Faden / Zahnbürstenborsten), Kevlar und Cordura (Rucksäcke / abriebfeste Hosen) sind Produktenahmen für die Polyamid-Fasern. Nichtfaseriges oder Kompaktes Polyamid (in England gebräuchlicher Markenname ist "Nylatron") eignet sich, um hochbelastete Maschinenteile zu giessen, z.B. Zahnräder. Oder eben Fahrwerksbuchsen für den Rennsport. Dort zählt maximale Kontrolle, also möglichst direkte Übertragung von Impulsen.

So, und nun zum Thema: Wir wissen alle nicht, was genau verbaut war, wie es montiert wurde, was mit dem Wagen gemacht wurde, was sonst noch so gefrikelt war, oder auch nur, welche Federrate gefahren wurde. Eine zu starke Feder kann bei flotter Fahrt altes Material reissen lassen, so ganz ohne "PU-Teufelszeug".

PU-Buchsen in der richtigen (gleichen) Härte und richtig montiert sind m.E. klassischem (China?-)Gummi klar überlegen, da sie weniger schnell verformen, beständiger gegen chemische Flüssigkeiten sind und v.a. viel länger elastisch bleiben (Weichmacher ist chemisch besser eingebunden, verflüchtigt sich deutlich langsamer). Dies alles bei gleicher "Gummirate" - wohlverstanden!

Jan (nicht Chemiker, aber früher im weiteren Sinne im industriellen Kunststoff tätig)


PS: Im Zeitalter von YouTube-Bloggern sei gesagt: Dieser Beitrag enthält keine Werbung und ist nicht gesponsert....icon_cool.gif ich bin einfach von PU überzeugt und verweigere mich nicht modernem, besserem Material, v.a. wo es praktisch unsichtbar bleibt.

Das Leben ist zu kurz, um langweilige Autos zu fahren.
Verfasst am: 28. 02. 2018 [00:16]
Roland
(Holzgerlingen)
Dabei seit: 05.02.2010
Beiträge: 3495
Holger schrieb:

Roland hatte dort auch schon einmal Probleme,....


Hallo Männers,

jupp, hatte ich. Aber ich sage mal so. Nichts lebt ewig und wie man in den Wald hineinruft, so schallert es zurück.
Damit meine ich. unsere Autos sind +50 Jahre alt, niemals dafür gebaut worden so alt zu werden. PU Buchsen hin oder her. Ja, bei mir waren die Befestigungsaugen von den Dreieckslenkern gerissen.Also an der Karosserie. Das habe ich beim Umbau auf PU-Buchsen festgestellt. Die Befestigungen dann aufgedoppelt. Mit dem Ergebnis, dass die Dreieckslenker kaum mehr da unten reingepasst haben. Seither halten die, allerdings treten nun Risse weiter oben auf. Also unterhalb da wo die Stoßdämpfer montiert werden. Allerdings auch erst, seitdem die Frontline Vorderradaufhängung montiert ist. Es ist einfach so, es gibt immer irgendwo ein Teil wo als nächstes nachgibt. Aber, wenn man ab und an ein Auge drauf hat, ist das kein Problem.
Wenn ich irgendwann mal den Motor wieder rausnehme, wird im Vorbau das eine oder andere Verstärkungsblechle reingefrickelt. Alle diese Probleme sind schon anfangs der 60ger bei den Autos aufgetreten welche zB bei den Alpen Rallies und in der Targa Florio eingesetzt wurden. Und entsprechende Vorkehrungen getroffen. Also, im Westen nichts neues.
Ja und vor allem, so lange man wie eine Hausfrau um die Ecken rollert, passiert mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auch nix. icon_rolleyes.gif

Gruss
Roland

[Dieser Beitrag wurde 2mal bearbeitet, zuletzt am 28.02.2018 um 00:19.]

http://www.youtube.com/watch?v=eMJHij-HlfM

http://www.youtube.com/watch?v=8Sz4MIW7oZY
hehe, da ballert mein Sprite über die Startbahn in Rothenburg offen mit 169Km/h und mein Beifahrer ruft: Brems....brems...
http://www.swiss-marathon-rallye.ch/SMR%202010/smr10_klein_0063.JPG
Verfasst am: 01. 03. 2018 [18:44]
ragnar
(Wunstorf)
Dabei seit: 09.01.2010
Beiträge: 3851
Hallo zusammen,

also mit Wasser auf meine Mühlen meinte ich folgendes.
Im Jahre des Herrn 1958 haben die mein Auto nach bestimmten Kriterien entwickelt und zusammengeschraubt.
Dass es noch auf der Straße ist bedeutet, die haben es gut gemacht.
Wenn ich heute ein Teil gegen ein besseres, festeres Austausche frage ich mich einfach warum haben die das damals nicht gemacht? 1. Hatten sie nicht. 2. War zu teuer.
War zu teuer heißt kein Problem. Hatten sie nicht heißt: die heutigen Ingenieure entwickeln etwas für moderne neue Autos was auch in unsere passt, weil zufällig die Maße die gleichen sind. Past das aber auch zum drum herum. Gummi ist weich PU soll ja härter und nicht so schnell verformbar sein. Das bedeutet auch, dass die Last woanders eingebracht wird als damals und jetzt reißen die Rahmen? Ist das wirklich nur Materialermüdng oder kommt es durch die Neuteile die an anderen Stellen für Überlast soregn? Wenn ich aber z. B. eine PU Buchse kriege die meinem Seriengummi von 1958 entspricht in Form, Farbe, Weicheit usw dann denke ich kann man das einbauen. Nur wer sagt mir, dass es wirklich so ist? Auf die Chinagummis fluchend

Ragnar

Nicht Original aber genial!
Austin Healey Sprite 1958
Motor 10CG
Getriebe 9CG
+ an Masse
Verfasst am: 02. 03. 2018 [09:20]
Heinz
(Wirges)
Dabei seit: 05.02.2010
Beiträge: 1220
Ragnar, wie im Vorfeld schon geschrieben waren unsere Autochen nicht für ein langes Leben konstruiert. Viele haben auf Grund mangelnder Rostvorsorge und Pflege, nicht mal das Ende der Lebensdauer der Gummibuchsen erlebt. Üblicherweise war nach 5 oder 6 Jahren britischem Klima das Ende nah.

Gruß Heinz

MG Midget 1500, Bj. 79
Austin Healey Sprite MK l, Bj. 59
Austin Healey Sprite MK l, Bj. 60 under construction
Rover P6 3500, Bj. 69