Thema mit vielen Antworten

Lenkrad für Frosch


Autor Nachricht
Verfasst am: 05. 06. 2019 [11:10]
KGR
(Kirchheim)
Themenersteller
Dabei seit: 05.03.2019
Beiträge: 10
Hallo in die Runde,

ich habe dieser Tage meinen Frosch zum TÜV und H-Gutachten gegeben. Man muss dazu wissen, dass das Autochen 1993 in ebendiesem Ausrüstungszustand ein Vollgutachten beim TÜV Geislingen bekommen hat.

Heute wurde nun folgendes vom TÜV bemängelt:
- Das Lenkrad von Motolita
- Der Meilentacho (mit Aufklebern für km/h)!
- ein paar Dinge, die einfach zu beheben sind...

Zwei Fragen dazu:

1. Wie wird generell mit den Lenkrädern umgegangen? Gibt es käufliche Alterantiven zu den Moto Litas?
Ein originales Lenkrad (das MotoLita ist sicher qualitätiv besser als das originale Bakelit-Teil) haben ich leider keines - ich brauch also Ersatz.

2. Wie verfährt der TÜV mit den Tachos? Man kann diesen glaube ich umrüsten lassen. Macht das Sinn? Meiner gehört zum Auto und ich will ihn nicht unbedingt tauschen.


Danke für Eure Hilfe und beste Grüße

Andre
Verfasst am: 05. 06. 2019 [11:57]
Heinz
(Wirges)
Dabei seit: 05.02.2010
Beiträge: 1302
...TÜV wechseln!!!! Korinthenkacker

1. Originallenkräder gibt es keine mehr zu kaufen - nur noch gebraucht und meistens zerbröselt.
2. Beim Tacho genügen Markierungen bei den gängigen Geschwindigkeiten ( 30, 50, 70, 100 )

Übrigens dürfen mittlerweile alle zugelassenen Prüforganisationen Vollabnahmen und H - Gutachten machen. Bisher durfte das nur der TÜV im Westen und die Dekra in den neuen Bundesländern.
Meine Erfahrung ist, dass GTÜ etc. oft ein wenig "kooperativer" als die Graukittel sind.

Gruß Heinz

...manche halten stürzen schon für fliegen!

MG Midget 1500, Bj. 79
Austin Healey Sprite MK l, Bj. 59
Verfasst am: 05. 06. 2019 [13:49]
georg
(Neu-Moresnet)
Dabei seit: 04.03.2011
Beiträge: 169
Ich habe das Moto Lita (350mm) eingetragen................

when you lose your mind you free your life.
Verfasst am: 05. 06. 2019 [22:39]
DieterB
(Wedemark)
Dabei seit: 20.09.2012
Beiträge: 600
Definitiv woanders hingehen - vielleicht vorher mal umhören - läuft hier ganz gut über PN icon_cool.gif

Grüße
Dieter

MG Midget MK III, Bj. 1972, Ashley Hardtop
MGB GT V8, Bj. 1975, Mini Van, 1982
Lotus Elan +2S Bj. 1969 (im Aufbau)

Ideen sind nicht gefährlich, solange sie keinen Nährboden finden in einer Erde, die tiefer ist als der Geist.
(John Steinbeck)
Verfasst am: 07. 06. 2019 [13:45]
peteran5l
(Bremen)
Dabei seit: 17.01.2010
Beiträge: 4678
Habe noch ein originales MK 1 Lenkrad mit Hupenknopf in einem guten Zustand, Keine Brüche,einige Lackplatzer aber sonst sehr schön.

Mach mir ein Angebot,vielleicht laß ich mich überzeugen.

Piet grüßt

The older I get the more I realize no one has any idea what they actually doing and everyone is just pretending.
Verfasst am: 07. 06. 2019 [18:34]
jagdoc
(Unna)
Dabei seit: 05.02.2010
Beiträge: 1299
Hallo Andre,

der GTÜ hat sich bei mir für das Lenkrad nicht interessiert. Es gibt aber seit längerem Probleme mit Motolita Lenkrädern.
Such Dir eine andere Prüfstelle (GTÜ od. andere). Wenn es nicht klappt,,leihe Dir ein originales Lenkrad, danach fährst Du nie wieder zum TÜV und alles wird gut.


Bastlergrüsse

Ulrich

 
Sprite MK I ' 60,
Jaguar X-Type Estate
TVR Chimaera 400
Verfasst am: 08. 06. 2019 [10:30]
nortonjan
(Zürich)
Dabei seit: 14.10.2010
Beiträge: 645
jagdoc schrieb:

Beamten Dinge zuständig, von (der) denen sie keine Ahnung haben.

Ulrich


Ulrich, sieh's doch mal so: wer keine Ahnung hat, muss zuerst erkennen, wenn etwas ´anders' ist. Und da er das nicht immer tut, hilft das manchmal, nicht?

Nicht aufregen - workarounden....icon_biggrin.gif

Happy motoring guys, es ist Sommer!!

Jan

Das Leben ist zu kurz, um langweilige Autos zu fahren.

M.G. Midget Mk II 1965 | MGB GT V8 LHD (1 of 7)
Verfasst am: 08. 06. 2019 [14:28]
jagdoc
(Unna)
Dabei seit: 05.02.2010
Beiträge: 1299
Ja das Thema ist schon interessant. Wieso stören sich auf einmal viele Prüfer an Motolita Lenkrädern, die zu den originalen Zeiten an vielen englischen Fahrzeugen als Zubehör eingebaut wurden? Diese Fahrzeuge sind jahrelang ohne Probleme durch den TÜV und H-Abnahme gekommen. Oder wieso wollte ein TÜV-Ingenieur meine seit Jahren eingetragenen Minatorfelgen mit Gutachten wieder austragen? Er sagte mir diese Weisung kommt aus D-dorf v. der Bezirksregierung, die alle Eintragungen überprüft und sie sei die entscheidende Behörde.
Und dann gibt es noch sehr einfache Eintragungen in den Papieren: zeitgenössisches Lenkrad( kein Hersteller), zeitgenössische Zubehörfelgen (auch ohne Namen) ! Auf dem Lenkrad steht aber sichtbar Motolita. Niemand verliert bei der TÜV-Abnahme auch nur ein Wort darüber.
Ja da soll man keine Wut bekommen, wenn einem so etwas wiederfährt.

Bastlergrüsse

Ulrich

 
Sprite MK I ' 60,
Jaguar X-Type Estate
TVR Chimaera 400
Verfasst am: 08. 06. 2019 [18:54]
Schnepf
(Michelfeld (bei SHA))
Dabei seit: 18.02.2010
Beiträge: 789
jagdoc schrieb:

Wieso stören sich auf einmal viele Prüfer an Motolita Lenkrädern, die zu den originalen Zeiten an vielen englischen Fahrzeugen als Zubehör eingebaut wurden?


Das Problem gibt es auch im Süden - oder vmtl. überall in Deutschland. Irgendjemand hat anscheinend verschärfte Direktiven für Oldtimer herausgegeben und wohl die Exekutive - die Prüfingenieure - angewiesen, die Regeln für Oldtimer enger zu sehen. Wer der Übeltäter war entzieht sich meiner Kenntnis.
Es trifft nicht nur Lenkräder u. Nachrüstteile. Bevorzugt gibt es Beanstandungen bei Roststellen, Farbnachbesserungen, Beilackierungen = ungepflegtes Kulturgut.
Ein Stammtischkollege hat seinen nachweislich originalen Ford Pickup nicht durch Abnahme nach Paragraph 21 gekriegt: Er sollte das Fahrzeug neu lackieren - nur weil die Ladefläche einige Benutzungsspuren/Kratzer mit Flug-Rost aufwies.
Räder und Reifen waren sowieso schon immer ein Streitpunkt beim TÜV.

Ich fürchte , es läuft langfristig auf die Situation hinaus, wie sie heute in der Schweiz ist : Gut ist original - alles andere nicht statthaft.

Entweder ist es der Neid der Leute, die kein altes Fahrzeug haben oder man hat Angst , es gibt bald zu viele Oldtimer . Auf jeden Fall muss man sich in diesen Tagen beinahe rechtfertigen, wenn man einen stinkigen Oldtimer fährt: der darf in die Umweltzone und ich mit meinem Diesel nicht.

Ulrich, ich glaube es macht keinen Sinn polemische Debatten hier zu führen. Vielmehr müsste man sich in den Oldtimerverbänden o.ä. politisch für das Thema engagieren

Grüße
Jürgen

“Have no fear of perfection – you`ll never reach it”.

Verfasst am: 08. 06. 2019 [20:06]
JosefEckert
(Königswinter)
Dabei seit: 19.03.2019
Beiträge: 77
Ein guter Freund von mir ist in dem Kreis der verantwortlich ist für die Verfahrensvorgaben für die Kfz-Abnahmestellen (TÜV, DEKRA, GÜS, etc.). Er war Prüfingenieur, dann Prüfstellenleiter beim TÜH und ist jetzt ein paar Stufen aufgestiegen. Gut für ihn, schade für mich, da er immer ein Herz für Oldtimer hatte und die Prüfungen bei ihm sehr angenehm waren, da er auch selbst historische Rallyfahrzeuge bewegt und pflegt.
Nach der langen Einleitung jetzt zum Kern.
Die Vorgaben für die Prüfstellen wurde übergeordnet für alle Prüfstellen herausgegeben. Es wurde nichts verschärft, nur klar und deutlich gemacht was nach Kfz-Zulassungsverordnung vorgegeben ist und damit aber auch der eigentlich nicht vorhandene Spielraum den manche Abnahmeingenieure sahen klar eingeschränkt. Heißt die Prüfingenieure die sich jetzt nicht mehr daran halten bekommen Probleme, da auch heute alle Abnahmen, Eintragungen, zentral erfasst werden. Solche die vor Jahren erteilt wurden und nicht erfasst sind, müssen neu erfasst werden und der Prüfingenieur der die macht ist jetzt dafür verantwortlich. Daher wird vieles was früher mal durchgegangen ist, da es nicht "öffentlich" wurde, heute genauer hinterfragt und derjenige der diese Eintragungen bestätigt ist jetzt dafür verantwortlich. Da zuckt jeder erstmal zusammen, der noch jung und seine Kariere vor sich hat und überlegt zweimal ob er es nochmals akzeptieren kann.
Also alles nicht so einfach. Die KFZ-Abnahmewelt ist sehr transparent geworden. Auch wer schon mal bei einer Prüfsttelle war und nicht die Abnahme bekam, kann nicht so einfach 20km weiterfahren und woanderst die Abnahme nochmals versuchen. Es ist weitgehend und abnahmeorganisationsübergreifend erfasst wenn bereits die Abnahme bei einem Fahrzeug mit der FIN-Nummer xyz verweigert wurde ist das erfasst und die neue Prüfstelle kann das sehen.
Also keine Verschärfung durch irgendwelche nichtkompetenten Verwaltungsbeamten, sondern nur transparente Anwendung der besstehenden und zum Teil sehr alten Zulassungsrichtlinien. Das ist wie wenn man auf Bundesstrassen lückenlos die 100 km/h vorgegebene Höchstgeschwindigkeit überwachen könnte und das auch jetzt macht.
Zum Thema Motolita. Motolita Lenkräder waren zwar berets Anfang der 1970er Jahre im Zubehör erhältlich, aber ohne offizielle Freigabe durch die Fahrzeughersteller. Diese gibt es bis heute nicht und daher auch keine Eintragung und auch keine Zulassung, da Lenkräder wie Bremsen, Räder und Fahrwerk zu den sicherheitsrelevanten Teilen eines Fahrzeugs gehören.
Mit Festigkeits- / Personensicherheitsgutachten wäre es theoretisch möglich. Aber Motolita verkauft auch genügend Lenkräder ohne Zertifikat. Daher wird es auch nicht gemacht.
Gruß
Josef

Austin-Healey Sprite MK3,, Austin-Healey 100 BN1
Austin-Healey 3000 MK2, Daimler SP250
Morris Minor MM Lowlight Tourer
Mercedes Benz 240D, W123
Norton Commando MK3, DKW RT200S