Thema mit vielen Antworten

Suche 950 Motorblock


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Verfasst am: 01. 08. 2019 [11:50]
woolfman
(Wien)
Dabei seit: 30.07.2014
Beiträge: 793
Muss man mindestens 10 Blöcke bestellen, oder geht das auch mit nur einem?

LG

Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer.
Verfasst am: 01. 08. 2019 [17:16]
JosefEckert
(Königswinter)
Dabei seit: 19.03.2019
Beiträge: 77
Mal dumm gefragt: Wie ernst ist deine Frage? Dein Wagen hat doch einen 1100er Motor oder nicht?
Gruß
Josef

Austin-Healey Sprite MK3,, Austin-Healey 100 BN1
Austin-Healey 3000 MK2, Daimler SP250
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Norton Commando MK3, DKW RT200S
Verfasst am: 01. 08. 2019 [18:48]
woolfman
(Wien)
Dabei seit: 30.07.2014
Beiträge: 793
JosefEckert schrieb:

Mal dumm gefragt: Wie ernst ist deine Frage? Dein Wagen hat doch einen 1100er Motor oder nicht?
Gruß
Josef


Aus Interesse - vl ist mal für einen Freund von mir eine Option.
Oder richtet sich das Angebot nur an die, die Rennen fahren?

LG

Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer.
Verfasst am: 01. 08. 2019 [19:09]
JosefEckert
(Königswinter)
Dabei seit: 19.03.2019
Beiträge: 77
Wenn es ernst wird melde Dich wieder. Bei Interesse muss eine Anzahlung von 3000 Euro geleistet werden (Achtung Satire).
Gruß
Josef

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Verfasst am: 02. 08. 2019 [12:38]
woolfman
(Wien)
Dabei seit: 30.07.2014
Beiträge: 793
Bis dahin gibts wahrscheinlich schon 3D-Motorendruck in leistbar, und irgendjemanden, der den Motor schon 3D-gescannt hat icon_biggrin.gif

LG



Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer.
Verfasst am: 06. 08. 2019 [23:32]
Roland
(Holzgerlingen)
Themenersteller
Dabei seit: 05.02.2010
Beiträge: 3635
Also Männers,

ich habe mal einen vorgeschobenen Beobachter in der Sache kontaktiert.
Seine Antwort kam prompt.

Ich darf hier in Auszügen von Ihm schreiben.

"There have been rumours of folks casting A-series blocks for decades."
Also, alles Fake news.
Die üblichen Verdächtigen in dieser Duftwolke sind/waren:
Mini Spares, Avonbar, Ben Bourdaire, KAD, Swiftune.
"Mini Spares are just technically inept and rail against tooling costs... "
Ben Bourdaire, mittlerweile bei Lola, war dran für die Lola MKII mit dem BMC Motor was zu machen. Allerdings nur der 1071ger Motorblock. Nix 950,
da BMC den als Grundlage für Ihre Formel Junior Motoren entwickelt hat. Dieser 1071 Block wurde dann später im 1071ger Cooper S benutzt. Das wäre für uns die Lösung gewesen. Und nur hier hat Josef recht, dafür würden etliche die Geldbörse sehr weit aufmachen.
"Avonbar - just pipe dreams."
"KAD were talking about doing an aluminium block." Ein Alublock ist für historischen Motorsport nicht tauglich. Kann man also knicken.
Swiftune: "(Nick is one of my best friends). He was looking at the Cooper S block because of Historic racing rules. Then the FIA allowed pre-A+ blocks to be used... that stopped that."

Hier die vielsagende Zusammenfasung:
"All just hot air as far as I know though."

Wie würde Piet jetzt sagen: Enough said?

Also, alles heisse Luft. Kein Mensch, hat jemals daran gedacht, Froschblöcke nachzugießen. Wenn, dann immer nur große Bohrung. Nur das macht Sinn. Für historischen Motorsport oder "nur" als Ersatz.

Es bräuchte also einige Beiträge weiter oben nicht. icon_rolleyes.gif

Gruss
Roland



http://www.youtube.com/watch?v=eMJHij-HlfM

http://www.youtube.com/watch?v=8Sz4MIW7oZY
hehe, da ballert mein Sprite über die Startbahn in Rothenburg offen mit 169Km/h und mein Beifahrer ruft: Brems....brems...
http://www.swiss-marathon-rallye.ch/SMR%202010/smr10_klein_0063.JPG
Verfasst am: 07. 08. 2019 [08:26]
JosefEckert
(Königswinter)
Dabei seit: 19.03.2019
Beiträge: 77
Da kann man nur allen die noch einen 950er Block in der Garage stehen haben und gerne in ihrem Sprite den 950er haben möchten, diesen nicht zu verkaufen. Der Block wird sicherlich in einigen Jahren gute Rendite bringen oder als Ersatz dienen wenn keine 950er Originalblöcke mehr zu bekommen sind, weil die Rennszene sie verheizt hat.
Auf größeren Hubraum umgebaute Sprite MK1 und 2 sind nicht mehr wirklich gesucht wenn man mal den Anzeigenmarkt durchsieht. Wer unbedingt schnell fahren will greift dann inzwischen lieber auf die halb so teureren Spridgets der späteren Produktionsjahre zurück. Ich glaube aktuell werden alleine in Deutschland über 20 Sprite MK1 angeboten, meistens mit größerem Motor.
Nur mal so meine Gedanken.
Gruß
Josef

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Verfasst am: 07. 08. 2019 [10:44]
Roland
(Holzgerlingen)
Themenersteller
Dabei seit: 05.02.2010
Beiträge: 3635
JosefEckert schrieb:


Da kann man nur allen die noch einen 950er Block in der Garage stehen haben und gerne in ihrem Sprite den 950er haben möchten, diesen nicht zu verkaufen.......
......... oder als Ersatz dienen wenn keine 950er Originalblöcke mehr zu bekommen sind, weil die Rennszene sie verheizt hat........

Gruß
Josef


Hallo Josef,

danke für Deinen Beitrag hier. Aber, hier liegst Du falsch. Die von Dir genannte "Rennszene" verheizt keine 950ger Originalblöcke. Im Gegenteil. Ja, im Gegenteil.
Weil, in der Rennszene wird bis 1100ccm gefahren. Das heisst, es werden Blöcke
benutzt, welche ihr erstes Leben als Froschantrieb bereits hinter sich haben. ZB, weil das +060ger Übermaß erreicht wurde und so nur noch als Briefbeschwerer taugen oder zum Abdecker, sprich Schrotthandel gebracht werden. Also, diese Rennszene haucht diesen ansonsten toten Motorblöcken ein neues Leben ein. Das kann doch kein schändliches tun sein???
Wie Du ja am anfang lesen konntest, sucht die Rennszene gerne auch ausgelutschtes
Material. Der Grund dafür ist, ein möglichst langgelaufener Block ist so gut wie spannungsfrei. Nochmals, der allergrößte Teil der Rennszene fährt historisches Material. Also Autos, so wie sie der Herrg..öh, äh, ich meine natürlich der Hersteller geschaffen hat. Also, für einen ganz bestimmten Zweck. Dieser Zweck wurde sogar von dem oder den Großserienherstellern massiv unterstützt durch eigene Rennabteilungen. Josef, Du kennst die erfolgreiche Renn und Rally Erfolge von Austin Healey besser als jeder andere. Es ist nichts schlimmes daran, heute weiterhin zu tun, was die Hersteller früher auch getan haben. Die über die Jahrzehnte erfolgreichste Nockenwelle für den A-Serie Motor kommt nicht von MED, Switftune Piper oder Kent.
Nein, die 649ger kam aus Abingdon. Also aus der Werksrennabteilung. Für was und wen, Josef, diese Antwort kannst du Dir selber geben. Vielleicht lehne ich mich jetzt etwas weit aus dem Fenster, aber, die von Dir so verteufelte Rennszene trägt den Stab einfach weiter. Dieses Ungemach, das alles wurde von den Healey's, Austin und MG selber losgetreten. Nochmals, in einem großen Teil der Rennszene geht es um historischen Motorsport. Der wird von der FIA geregelt. Bevor man etwas ablehnt, sollte man sich aber zumindest darüber informieren um was es geht. Für Dich wäre zB sicherlich interessant, den "Anhang K" zu lesen. Dort steht nämlich haarklein geregelt, dass nur das geht, was in der entsprechenden Periode, also den Jahren vom entsprechenden Baujahr des Fahrzeugs gefahren wurde, oder technisch gesehen machbar war, erlaubt ist.
Dieses "historisch-Original" geht sogar soweit, dass zB Sicherheitseinrichtungen wie Überrollbügel zwar empfohlen werden, aber nicht vorgeschrieben sind. Falls man diese dann einbaut, darf das Erscheinungsbild vom Fahrzeug nicht darunter leiden. Geschweige denn in der Struktur veränderungen hervorrufen. Zb zusätzlich versteifend auf das Fahrzeug wirken. Ausserdem, zB keine Titanschräubchen, hightech Zeugs wie irgendwelche Elektronische Helferlein. Nicht einmal zur passiven Aufzeichnung, also Datengewinnung usw. Natürlich gab es in den letzten 50 Jahren eine Weiterentwicklung. Die bezieht sich aber, zB auf Strömungstechnik im Zylinderkopf. Feinabstimmung eben.
Englische Fahrzeughersteller haben sich immer schon über motorsportliche Erfolge definiert. So gesehen, hält die Rennszene genau diesen Spirit am leben. Diejenigen, welche im historischen Motorsport mit A-Serie Motoren und gerippten oder glatten Getrieben unterwegs sind, sind eigentlich schon vor dem Start die ersten Verlierer.
Denn, diese fahren zB gegen Rennautos mit Ford Motoren, bei denen der rote Bereich am Drehzahlmesser bei ca 10000upm anfängt. Trotzdem treten diese mit "eigentlich" unterlegenem Material an. Das ist eben so im historischen Motorsport.
Und genau diese Truppe hält die BMC Tradition aufrecht und am Leben. Denn, "eigentlich" heist, "eigentlich" und manchmal kommt es anders als man denkt.
Siehe unsere einzige Zielankunft letztes Jahr in Monza. Ja, ein dritter Platz im Autodromo di Monza, dem heiligen Boden im Motorsport. Das hilft dann auch über eine längere Durststrecke.
Also, jeder, der denen in der hier von einigen so verteufelten Rennszene mithelfen will, die BMC Fahne hochzuhalten, der möge doch bitte in seiner Garage nach ausgelutschten 950ger Frosch oder A35 Motorblöcken zu graben.

JosefEckert schrieb:

Der Block wird sicherlich in einigen Jahren gute Rendite bringen.......


Spekulanten welche auf Rendite aus sind, brauchen sich nicht zu melden.
Die unterstützen wir nicht in Ihrem schändlichen tun. Vorher schweisse ich lieber
alle Blöcke wo wir Löcher gerissen haben in mühsamer arbeit wieder heile.
Koste es was es will

Vielen Dank dafür
mit sportlichen Grüßen
Roland


[Dieser Beitrag wurde 5mal bearbeitet, zuletzt am 07.08.2019 um 11:43.]

http://www.youtube.com/watch?v=eMJHij-HlfM

http://www.youtube.com/watch?v=8Sz4MIW7oZY
hehe, da ballert mein Sprite über die Startbahn in Rothenburg offen mit 169Km/h und mein Beifahrer ruft: Brems....brems...
http://www.swiss-marathon-rallye.ch/SMR%202010/smr10_klein_0063.JPG
Verfasst am: 07. 08. 2019 [13:13]
JosefEckert
(Königswinter)
Dabei seit: 19.03.2019
Beiträge: 77
Hallo Roland,
ja für miich ist unverständlich, dass man mit alten historischen Autos Rennen fahren muss und Ihr scheint ja auch einen ordentlichen Motorenverschleiß zu haben, da Du jetzt schon mehrfach Motoren gesucht hast. Du hattest do erst einen Motor gefunden. Der ist dann wohl auch schon wieder zerschossen.
Nur noch zu Motoren mit Zylinderübermaßen +60. So ein Motor ist nicht Schrott. Der gute Motorenbauer kann da wunderbar wieder neue Laufbuchsen einsetzen und man kann mit Standardmaß neu beginnen. Nur Motoren deren Guss gerissen ist oder die Pleuel sich einen Weg durch den Block geschlagen haben ist Schrott und solche willst du sicher auch nicht.
Nichts für ungut. Ich kann halt Eurem Vergnügen absolut nichts abgewinnen und es tut mir leid was da an alten Material draufgeht was unwiederbringlich ist.
Dann nehmt doch modernes Material und fahrt damit, Teile die man neu kaufen kann.
Gruß
Josef

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Norton Commando MK3, DKW RT200S
Verfasst am: 07. 08. 2019 [20:42]
Roland
(Holzgerlingen)
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Beiträge: 3635
Josef,

wir versuchen natürlich mit sowenig Verschleiss wie möglich auszukommen. Weil, wir wollen ja fahren und vor allem im Ziel ankommen. Zum thema Buchsen, wir bohren ja auf +100 Übermaß auf. Wie es der Zufall so will, haben die Buchsen für die kleinen
A-Serienmotoren zufällig auch +100 als einbaumaß. icon_rolleyes.gif
Woher ich das weiss? Aus dem letzten Motor habe ich die Buchsen rausgepresst, siehe da, kurz durchgehont, und passt.
Also könnte man rein theoretisch einen unserer Blöcke durchaus wieder in den Kreislauf zurückführen. Der letzte Motorschaden, war Lochfraß durch die Zylinderwand am zweiten Zylinder. Das hat sicher nichts mit der Rennerei zu tun. Und wäre etwas später
auch bei einer Standardbohrung durch gewesen. Obs davon ausgehend auch noch einen schönen Riss in der Zylinderwand gegeben hätte, glaube ich zwar nicht, aber wer will schon mit einem Loch im Zylinder fahren. Der Schaden davor, war auch eher eine
Art Standardschaden, da hat der (angeblich englische) Motorenbauer eine Pleuelschraube dermaßen angeknallt, dass die dadurch kaum mehr in der Lager war, die Lastwechsel auszuhalten. Der Motorschaden davor, mit dem ebenso von der Insel stammenden Ersatzmotor, war auch auf mangelhafte Montage zurückzuführen. Ein Sicherungsring vom Kolbenbolzen war aus der Nut rausgehüpft und hatte sich selbständig gemacht. Das passiert nur, wenn die Ringle nicht richtig positioniert sind. Also, die Öffnung nicht auf 12 oder 6 Uhr steht. Habe ich bei den drei anderen Kolben kontrolliert und alle waren irgendwie positioniert. Also, nicht dass ich etwas gegen meine englischen "Kollegen" sagen will oder gar habe. Das gleiche könnte genauso hier verbrochen worden sein. Dann, der nächste Motorschaden davor, da ist leider die schöne Stahlkurbelwelle gebrochen. Die wurde von Phönix Crankshafts Anfang der 80ger Jahre aus dem vollen gedreht und hat sagenhafte 35 Jahre Rennbetrieb gehalten. Ursache war hier, ein gebrochener hinterer Lagerbock der Kurbelwelle.
Davor war der letzte Motorschaden dann ca 2-3 Jahre vorher. Die Zylinderwand zwischen Zylinder 3 und vier durchgebrochen. Nix schlimmes, das schweisst man wieder auf. Was ich damit sagen will, das alte Team hatte nach was weiss ich, 30 Jahren Racing, zum Schluss hin kaum mehr technische Ausfälle. Seit 2 Jahren nun bin ich bei einem neuen Team am Start, mit einem "neuen" alten Rennauto. Dieses wurde beim Vorbesitzer quasi nur um den Kurs getragen.
Wie ich schon vorher geschrieben habe, betreiben wir historischen Motorsport mit historischen Autos. Ja, wir fahren ganz genau so, wie es der Hersteller vorgesehen hat. Nämlich mit allem was drinn ist. Was der Hersteller nicht vorhergesehen hat, ist, dass es einige "verrückte" gibt, die 60 Jahre später noch mit den gleichen Autos genau das tun für das diese Kisten damals entworfen und gebaut wurden.
Der eine will eben der schönste sein, wobei ich bezweifle, ob das ein Hersteller jemals im Sinn gehabt hatte, der andere eben der schnellste. Wobei ich das eine wie auch das andere überhaupt nicht verwerflich finde.

sportliche Grüße
Roland

[Dieser Beitrag wurde 2mal bearbeitet, zuletzt am 07.08.2019 um 20:50.]

http://www.youtube.com/watch?v=eMJHij-HlfM

http://www.youtube.com/watch?v=8Sz4MIW7oZY
hehe, da ballert mein Sprite über die Startbahn in Rothenburg offen mit 169Km/h und mein Beifahrer ruft: Brems....brems...
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Dateianhang

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