Thema mit vielen Antworten

HGF - Schon wieder :-(


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Verfasst am: 29. 08. 2016 [21:12]
midget-vom-see
(Salem)
Themenersteller
Dabei seit: 06.06.2010
Beiträge: 278
Hallo zusammen,

mir hat es am Midget MK1, der mit einem 1098iger 10cc Motor ausgestattet ist wieder einmal die Zylinderkopfdichtung zwischen dem 3. und 4. Zylinder durchgeblasen. Bestimmt schon das dritte oder vierte mal banghead.gif
Was mach ich falsch bzw. was kann man besser machen?

Die Letzte, kupferne Dichtung hat nun etwa 10TKM gehalten. - immerhin icon_rolleyes.gif

Vor dem letzten Wechsel war der Kopf defekt (Riss im Brennraum und defekt zwischen dem 3. und 4.Zylinder) welcher gegen einen baugleichen überholten ausgetauscht wurde. In diesem Zusammenhang wurde der Block und der Kopf geplant.

Zylinderkopf Gewindestangen und Muttern wurden bei der Motorüberholung (Kolben, Lager, Feinwuchten, eben das komplette Programm) vor rund 20TKM erneuert.
Bohrungen wurden "angesengt"

Planfläche mit Bremsenreiniger gereinigt

Korrekte Anzugsdrehmomente und Reihenfolge eingehalten

Motor ist sehr temperaturstabil, Heitzungshahn immer geöffnet, alles Serienzustand

Kompression bei etwa 8 Bar (bei der Fehlerdiagnose gemessen, Zylinder 1 und 2 - 3 und 4 haben keine)


Ich bin inzwischen etwas Ratlos und werde nun wohl einmal eine andere Zylinderkopfdichtung ausprobieren. Wer kann mir eine empfehlen?
Kann man die Zylinderkopfdichtung auch kleben? Womit?

Ratlose Grüße
Michael

MG Midget MK1 - Back to the basics
MG Midget MK3 - More power
Verfasst am: 29. 08. 2016 [21:51]
Holger
(Lengerich)
Dabei seit: 24.06.2010
Beiträge: 512
Hallo Michael,
nimm eine einfache Zylinderkopfdichtung, keine aus Kupfer, die soll man angeblich vor dem Einbau auskochenicon_eek.gif
P.S. Waren die Gewindelöcher sauber ?
Ich halle schon einmal beim Mini das Problem, dass in den Gewindelöchern ÖL-Wassergemisch war,
das Anzugsmoment stimmte, dann kroch die Flüssigkeit das Gewinde hoch und der Bolzen war LOCKER !!

Grüße Holger Hermann

[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 29.08.2016 um 22:01.]
Verfasst am: 29. 08. 2016 [22:35]
Bernd
(Dortmund)
Dabei seit: 05.02.2010
Beiträge: 1514
Hallo Michael,
ein Bekannter aus dem MGDC hatte vor ein paar Jahren regelmäßig mehrmals im Jahr die Kopfdichtung getauscht, weil zwischen 2 und 3 Zyl. die Dichtung durchgeblasen war. Er hat dann auch nach Abhilfe gesucht und hat es mit "Gasket Cement" erfolgreich geschafft. Einfach im Netz danach suchen.

Gruss
Bernd

60er Austin Healey Sprite MK I
98er BMW F 650 ST
97er Mini SPI
94er Mini British open in Restauration
92er Hymermobil S 550
Verfasst am: 29. 08. 2016 [23:24]
GelbeGefahr
(Nochern)
Dabei seit: 06.02.2010
Beiträge: 394
Hallo Michael,

wenn Fehler die nicht dichtungsursächlich sind, ausgeschlossen werden können, empfehle ich die "schwarzen" Dichtungen von Payen. Für den 1098 wäre es die Teile Nr AF070.

Nachziehen, niemals bei kaltem Motor, sonst knackt es die eingepressten orangenen Dichtringe. Falls überhaupt erforderlich, nur bei warmem Motor; 20 Minuten ab kalt laufen lassen.

Ich habe mit diesen Dichtungen nie Probleme gehabt, sie sind allerdings nicht ganz billig und man muss ein bisschen danach suchen.

Und niemals, nie nicht, unter keinen Umständen irgend ein Zeug zum Kleben zusätzlich verwenden!banghead.gif

[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 29.08.2016 um 23:28.]

Schöne Grüße
Gerd
Verfasst am: 30. 08. 2016 [01:24]
Heinz
(Wirges)
Dabei seit: 05.02.2010
Beiträge: 1192
...da gibt es noch eine andere Philosphie. Ein Bekannter (alter Schrauber) sagte mir, dass er die Dichtfläche immer leicht einölt. Ich weiß, das ist gegen die reine Lehre entfetten, entfetten.....
aber was er meint ist logisch. Dadurch dass der Kopf von innen nach außen festhezogen wird, soll der Dichtung Gelegenheit gegeben werden sich zu setzen, so wie man eine Klebefolie immer nach außen glattstreicht, damit die Luft rausgeht. Schmiert man die Dichtung leicht, gleitet sie beim anziehen besser nach außer (im 100stel Bereich)
Einen Versuch wäre es wert.
Ansonsten ist der Tipp mit der Payen Dichtung erste Wahl!

http://www.ebay.co.uk/itm/ROVER-GROUP-MINI-1-0-Cylinder-Head-Gasket-67-to-84-AF070-Payen-12A190-12G293-New-/331697882322?fits=Model%3AMini%7CPlat_Gen%3AMK+I&hash=item4d3abc04d2:g:QioAAOSwT5tWN0oA

Gruß Heinz

MG Midget 1500, Bj. 79
Austin Healey Sprite MK l, Bj. 59
Austin Healey Sprite MK l, Bj. 60 under construction
Rover P6 3500, Bj. 69
Verfasst am: 30. 08. 2016 [07:22]
tommy
(Ahnatal)
Dabei seit: 08.08.2010
Beiträge: 126
Moin Michael,

https://www.youtube.com/watch?v=XEaRMR-RZPo

Janspeed hat einen kleinen Trick angewendet, vielleicht hilfts.

Hast Du die Verdichtung in allen Zylindern ausgelitert?

Alles Gute Thomas

[Dieser Beitrag wurde 2mal bearbeitet, zuletzt am 30.08.2016 um 07:25.]

it is far better to die at Full Throttle
than live behind a desk
Tim Birkin 1896 - 1933
Verfasst am: 30. 08. 2016 [07:49]
GelbeGefahr
(Nochern)
Dabei seit: 06.02.2010
Beiträge: 394
Heinz schrieb:

...da gibt es noch eine andere Philosphie. Ein Bekannter (alter Schrauber) sagte mir, dass er die Dichtfläche immer leicht einölt. Ich weiß, das ist gegen die reine Lehre entfetten, entfetten.....
aber was er meint ist logisch. Dadurch dass der Kopf von innen nach außen festhezogen wird, soll der Dichtung Gelegenheit gegeben werden sich zu setzen, so wie man eine Klebefolie immer nach außen glattstreicht, damit die Luft rausgeht. Schmiert man die Dichtung leicht, gleitet sie beim anziehen besser nach außer (im 100stel Bereich)
Einen Versuch wäre es wert.
Ansonsten ist der Tipp mit der Payen Dichtung erste Wahl!

http://www.ebay.co.uk/itm/ROVER-GROUP-MINI-1-0-Cylinder-Head-Gasket-67-to-84-AF070-Payen-12A190-12G293-New-/331697882322?fits=Model%3AMini%7CPlat_Gen%3AMK+I&hash=item4d3abc04d2:g:QioAAOSwT5tWN0oA


Heinz, ich weiß nicht, welche Dichtungen Dein "alter Schrauber" verwendet. Aber bei Payen wird ausdrücklich hingewiesen, dass die Zylinderkopfdichtungen nur trocken eingebaut werden sollen.

Schöne Grüße
Gerd
Verfasst am: 30. 08. 2016 [10:25]
midget-vom-see
(Salem)
Themenersteller
Dabei seit: 06.06.2010
Beiträge: 278
Guten Morgen zusammen,

vielen Dank für eure zahlreichen Antworten. Die Idee mit dem Sicherungsdraht von Janspeed klingt in der Tat recht interessant. Ebenfalls die Idee mit dem Öl-Einstrich wobei das vermutlich nicht mit jeder Zylinderkopfdichtung zu empfehlen ist.

Die Gewindelöcher am Block waren sauber, daran lag es bestimmt nicht.

Ich habe mich nun erst einmal für die Payen-Dichtung entschieden, vielleicht ist die Kupferne einfach doch nicht die beste Wahl gewesen. Diese wird dann streng nach Vorschrift eingebaut und nachgezogen. Hoffentlich hält sie dann etliche 10TKM oder gar bis zur nächsten Motorüberholung icon_razz.gif


Viele Grüße vom sonnigen Bodensee
Michael

MG Midget MK1 - Back to the basics
MG Midget MK3 - More power
Verfasst am: 30. 08. 2016 [10:30]
Heinz
(Wirges)
Dabei seit: 05.02.2010
Beiträge: 1192
...sehr wohl Euer Lordschuft Gerd,

da hast Du natürlich recht. Es ging dabei NICHT um Payen Dichtungen, sondern die Feld-Wald und Wiesendinger.
Payen D. verlangen eine Sonderbehandlung wie bereits beschrieben.

Gruß Heinz

MG Midget 1500, Bj. 79
Austin Healey Sprite MK l, Bj. 59
Austin Healey Sprite MK l, Bj. 60 under construction
Rover P6 3500, Bj. 69
Verfasst am: 30. 08. 2016 [17:09]
GelbeGefahr
(Nochern)
Dabei seit: 06.02.2010
Beiträge: 394
klar Heinz, mir geht es nicht ums rechthaben.icon_lol.gif Ich möchte nur dass Michael dauerhaft ein breites Grinsen im Gesicht hat, wenn er Midget fährt.

Schöne Grüße
Gerd