Thema mit vielen Antworten

Drehmoment Stehbolzen


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Verfasst am: 28. 03. 2018 [14:46]
ragnar
(Wunstorf)
Themenersteller
Dabei seit: 09.01.2010
Beiträge: 3935
Hallo zusammen,

hat jemand die Werte mit denen man die Stehbolzen des Zylnderkopfes und der Kipphebelwelle anzieht.
Die Werte für dei Muttern habe ich.


Schöne Grüße

Ragnar

Nicht Original aber genial!
Austin Healey Sprite 1958
Motor 10CG
Getriebe 9CG
+ an Masse
Verfasst am: 28. 03. 2018 [16:14]
major_healey
(Stolberg)
Dabei seit: 01.03.2010
Beiträge: 2841
Hallo Ragnar,

im WHB stehen für den 1275er Motor nur Werte für "Zylinderkopfschrauben" (siehe Bild); alllerdings heißen die Stehbolzen in der Explosionszeichnung des WHB "Stiftschrauben", so dass die Werte für die Stehbolzen gelten sollten. Oder gibt es noch andere "Zylinderkopfschrauben" mit den genannten Markierungen?

Gruß
Stolli

ERGÄNZUNG
Ich habe gerade mal in die englische Ausgabe des WHB gesehen und dort ist von "cylinder head nuts" die Rede (siehe Bild). Daher verstehe ich die Angaben jetzt so, dass sich die genannten Werte nicht auf das Eindrehen der Stehbolzen in den Block, sondern auf das Festziehen der Muttern auf den Stehbolzen beziehen!

[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 28.03.2018 um 16:59.]

Austin Healey Sprite Mk IV RHD Bj. 1970

Jeden Morgen muss ich mich entscheiden:
den Sprite oder nicht den Sprite, das ist hier die Frage!
Dateianhang

anzug_zylkostifte.PNG (Typ: image/png, Größe: 18.35 Kilobyte) — 24 mal heruntergeladen
zylko_engl.PNG (Typ: image/png, Größe: 16.74 Kilobyte) — 22 mal heruntergeladen
Verfasst am: 28. 03. 2018 [17:17]
Schnepf
(Michelfeld (bei SHA))
Dabei seit: 18.02.2010
Beiträge: 735
ragnar schrieb:

Werte mit denen man die Stehbolzen des Zylnderkopfes und der Kipphebelwelle anzieht.


Handfest reicht. Etw. Korrosionsschutzfett ans Gewinde.
Habe Wochen gebraucht um 3 festkorrodierte Stehbolzen aus dem Block zubekommen.
Grüße
Jürgen

“Have no fear of perfection – you`ll never reach it”.

Verfasst am: 29. 03. 2018 [14:05]
DieterB
(Wedemark)
Dabei seit: 20.09.2012
Beiträge: 574
Ragnar,

erzähl doch mal den Background deiner Frage. Mal sehen, was die Gemeinde dazu sagt icon_cool.gif

Grüße
Dieter

MG Midget MK III, Bj. 1972, Ashley Hardtop
MGB GT V8, Bj. 1975, Mini Van, 1982
Lotus Elan +2S Bj. 1969 (im Aufbau)

Ideen sind nicht gefährlich, solange sie keinen Nährboden finden in einer Erde, die tiefer ist als der Geist.
(John Steinbeck)
Verfasst am: 29. 03. 2018 [14:35]
nortonjan
(Grand-Saconnex GE)
Dabei seit: 14.10.2010
Beiträge: 527
Schnepf schrieb:

ragnar schrieb:

Werte mit denen man die Stehbolzen des Zylnderkopfes und der Kipphebelwelle anzieht.


Handfest reicht. Etw. Korrosionsschutzfett ans Gewinde.
Habe Wochen gebraucht um 3 festkorrodierte Stehbolzen aus dem Block zubekommen.
Grüße
Jürgen


Echt?
Aber wenn ich doch oben die Mutter mit dem vorgeschriebenen Drehmoment anziehe, tut dann dieses Drehmoment sich auf den Bolzen 1:1 übertragen und ihn quasi automatisch auch damit am Kopf anziehen? Dann hat der Bolzen maximal dasselbe Drehmoment wie die Mutter - und das ist gut so??

Ich hätte aus dem Bauch heraus gesagt: Anziehen, aber richtig. Ich glaube, es braucht einen UNTERSCHIED in den Drehmomenten, denn die Mutter darf nicht zu fest und nicht zu lasch sein - oder mach ich einen Überlegungsfehler?

Jan

Das Leben ist zu kurz, um langweilige Autos zu fahren.
Verfasst am: 29. 03. 2018 [15:56]
Schnepf
(Michelfeld (bei SHA))
Dabei seit: 18.02.2010
Beiträge: 735
nortonjan schrieb:

wenn ich doch oben die Mutter mit dem vorgeschriebenen Drehmoment anziehe, tut dann dieses Drehmoment sich auf den Bolzen 1:1 übertragen und ihn quasi automatisch auch damit am Kopf anziehen? Dann hat der Bolzen maximal dasselbe Drehmoment wie die Mutter


Genau - man muss ihn vorher nicht noch mit Gewalt in den Block reinschrauben.
Vermutlich wird es deshalb auch keine Angabe im Handbuch geben.
Gruß
J.

“Have no fear of perfection – you`ll never reach it”.

Verfasst am: 29. 03. 2018 [17:05]
ragnar
(Wunstorf)
Themenersteller
Dabei seit: 09.01.2010
Beiträge: 3935
Hallo zusammen,

Hintergrund der Frage ist und das hatte ich schon einmal geschrieben, dass sich meine Nagelneuen Stehbolzen gelöst haben und ddort wo die Mutter sitzt ist das Gewinde im Eimer. (Antwort aus dem Forum: kauf ordentliche SChrauben z. B. AP)
Deshalb die Frage wie fest wird ein Stehbolzen angezogen?
Ich bin auch davon ausgegangen dass das Drehmoment der Mutter reicht. Hat es aber nciht s. o.

Hat noch nie jemand Stehbolzen gewechselt? Wie fest habt iht sie angezogen?

Wenn es soweit ist werde ich ein wenig Kleber wie bei modernen Bremssattelschrauben benutzen und den Bolzen eindrehen. Dann zwei Muttern gegeneinander drehen und Mutterndrehmoment + einen Keks. Muttern lösen ales zusemanseztzen. Aushärten des Klebers abwarten und dann alles nach WHB festschrauben.

Jemand eine bessere Idee?

Fröliche Ostern

Ragnar


Nicht Original aber genial!
Austin Healey Sprite 1958
Motor 10CG
Getriebe 9CG
+ an Masse
Verfasst am: 29. 03. 2018 [19:23]
Roland
(Holzgerlingen)
Dabei seit: 05.02.2010
Beiträge: 3548
Ragnar,

stelle Dir doch mal vor was passieren würde wenn Du den Stehbolzen mit dem für die Mutter genannten
Anzugsmoment in den Block reinwürgen würdest!!! Richtig, es würde den reinziehen bis er unten in der
Sacklochbohrung anstößt vorher aber die oberen Gewindegänge im Block zerstören, da das Gewinde am unteren Stehbolzenende kürzer ist als die Gewindebohrung tief ist.

Also, den Stehbolzen handfest in den Block eindrehen. Beim erreichen vom Anzugsmoment werden
beide Gewinde verspannt. Einmal an der Mutter und unten am Motorblock.
Stelle Dir vor, Du steckst einen Gewindebolzen durch eine Durchgangsbohrung, drehst an beiden Seiten eine Mutter drauf und ziehst dann eine mit einem bestimmten Drehmoment an. Dann ist es doch auch egal welche der
zwei Muttern Du anziehst. Beide sind dann aufs gleiche Drehmoment angezogen.

Oder, du hast ne Schraube im Durchgangsloch, da ist es doch auch egal ob du an der Mutter anziehst oder am Schraubenkopf. Die Mutter ist dann eben der Motorblock.

Gruss und viele bunte Eiers

Roland

http://www.youtube.com/watch?v=eMJHij-HlfM

http://www.youtube.com/watch?v=8Sz4MIW7oZY
hehe, da ballert mein Sprite über die Startbahn in Rothenburg offen mit 169Km/h und mein Beifahrer ruft: Brems....brems...
http://www.swiss-marathon-rallye.ch/SMR%202010/smr10_klein_0063.JPG
Verfasst am: 29. 03. 2018 [19:51]
Roland
(Holzgerlingen)
Dabei seit: 05.02.2010
Beiträge: 3548
ragnar schrieb:

...... und ddort wo die Mutter sitzt ist das Gewinde im Eimer. (Antwort aus dem Forum: kauf ordentliche SChrauben z. B. AP)
Ragnar



Ragnar,

der vermutliche Grund ist sicher der Stehbolzen. Ich lehne mich jetzt mal aus dem Fenster.
An einem Gewinde tragen gar nie die Gewindegänge über Ihre komplette länge.
Sondern, wenn Du Pech hast, nein, Konstruktiv so vorgesehen, nur an einem einzigen winzigen Punkt.
Ansonsten könntest Du eine Mutter gar nicht auf eine Schraube drehen. Da sind also Toleranzen mit im Spiel.
Du hast sicher schon gehört, dass zB mit Helicoil ausgebesserte Gewinde eine höhere Tragfestigkeit haben.
Das kommt daher, die Helicoils sind ja ähnlich einer Spiralfeder und verdrehen sich beim anziehen der Schraube, so dass mehrere, im Idealfall alles beteiligten Gewindegänge gleichmäßig tragen. Ebenso ist eine Gewindeverschraubung niemals Flüssigkeits oder Gasdicht.

Oft wundert man sich, dass man zB eine Mutter immer wieder bis zum geforderten Anzugsmoment nachziehen kann. Was passiert da? Richtig, die eine Stelle welche trägt, gibt nach. Damit löst die Mutter sich ein wenig. Beim wiederanziehen aufs geforderte Drehmomen, trägt nun das Gewinde an einem anderen Punkt. Nach einer gewissen Zeit, ist das Anzugsmoment wieder weniger, usw, wenn Du jetzt immer wieder anziehst, ist am Schluss das Ganze Gewinde weg. Desshalb ist es wichtig, gescheite Stehbolzen zu nehmen. Das müssen keine teuren ARP sein, einfach kein Gummimetall. Oftmals sind die alten besser als die neuen von den üblichen verdächtigen.


Gruss
Roland

[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 29.03.2018 um 19:59.]

http://www.youtube.com/watch?v=eMJHij-HlfM

http://www.youtube.com/watch?v=8Sz4MIW7oZY
hehe, da ballert mein Sprite über die Startbahn in Rothenburg offen mit 169Km/h und mein Beifahrer ruft: Brems....brems...
http://www.swiss-marathon-rallye.ch/SMR%202010/smr10_klein_0063.JPG
Verfasst am: 29. 03. 2018 [20:54]
peteran5l
(Bremen)
Dabei seit: 17.01.2010
Beiträge: 4519
Ich hab drauf gewartet, daß Du schreibst, Roland.

Genau so machste das jetzt, Ragnar.

Gruß Piet



[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 29.03.2018 um 20:54.]

The older I get the more I realize no one has any idea what they actually doing and everyone is just pretending.